Erkrankungen des Legeapparates

Legeprozess
Legestörungen und Krankheiten

Angesichts der unterschiedlichen Abschnitte der Herstellung, die ein Ei im Körper des Huhns durchläuft, mag man sich beinahe wundern, dass es in der Regel perfekt und unversehrt den Körper verlässt. Allerdings kommt es auch immer wieder zu Abnormitäten während der Eibildung, zu Legstörungen oder Erkrankungen des Legedarms. Diesen muss nicht, kann aber, eine krankhafte Störung zugrunde liegen. Kommt es häufiger zu deformierten oder anderweitig abnormen Eier, muss ein erfahrener Halter oder Tierarzt hinzugezogen werden, um die Verschleppung schmerzhafter entzündlicher Prozesse zu unterbinden.

Neben Auffälligkeiten, wie sie zuweilen als Folge hormoneller Umstellunge, Futteränderungen, Mangelernährung oder schlicht als Laune der Natur vorkommen, kann es auch zu krankheitsbedingter Gefährdung der Hennen kommen, wenn Krankheiten nicht bemerkt werden. Als weniger gravierende Störungen gelten Mehrfachdotter, fehlende Dotter, poröse, dünne oder gewellter Schale oder Windeiern. Auch kann es zu sogenannten harten, verkalkten Schichteiern, Winzeiern oder anderen Abnormitäten kommen, die nicht zwingen pathologisch bedeutsam sein müssen. Legt ein Huhn aber plötzlich grundlos keine Eier, ohne dass sich hierfür eine eindeutige Ursache ausmachen lässt, kann es sich um Legenot oder eine Legedarm- oder Eileiterentzündung handeln. Auch, wenn Legeauffälligkeiten verstärkt oder bei mehrerern Hennen gleichzeitig auftreten, muss genauer hingesehen werden: entweder stimmt die Zusammensetzung des Futters nicht für die aktuelle Lebensphase, oder aber es handelt sich beispielsweise um viral bedingte Erkrankungen.