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Seltene Hühnerrassen - Bergische Kräher, Sussex und mehr

10 seltene Hühnerrassen, die es sich zu halten lohnt

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Immer mehr Hühnerrassen sind vom Aussterben bedroht, was vor allem daran liegt, dass Rassehühner nicht in Massen Eier legen. Deshalb werden seit vielen Jahren die sogenannten Hybridhühner gezüchtet und als wahre Legemaschinen gehalten. Sie legen bis zu 300 Eier im Jahr, während viele seltene Hühnerrassen nur rund 160 bis 180 Eier pro Jahr legen.

Genau aus diesem Grunde kommen in Großbetrieben ausschließlich Hybriden zum Einsatz, während Rassehühner nahezu aussterben.

Sie haben die Möglichkeit, einige seltene Hühnerrassen zu schützen, indem Sie sich bei der heimischen Hühnerhaltung für Rassehühner entscheiden. Diese legen zwar weniger Eier, aber die Legedauer ist nicht, wie bei den meisten Hybriden, auf maximal zwei Jahre begrenzt.

Wir möchten Ihnen nachfolgend 10 seltene Hühnerrassen vorstellen, die Sie in Ihrem heimischen Hühnerstall halten und somit vor dem Aussterben schützen können.

1. Der Andalusier

Andalusier sind eine aus Spanien, genauer gesagt aus der Region Andalusien, stammende Hühnerrasse. Es gibt sie auch als Zwerg-Andalusier.

Die Hähne dieser Rasse erreichen ein Gewicht von ca. 2,5 bis 3,0 Kilo, während die Hennen zwischen 2,0 und 2,5 Kilo wiegen.

Die jährliche Legeleistung liegt bei rund 160 Eiern. Die Farbe der Eier ist Weiß und das Eigewicht liegt bei ca. 58 Gramm.

2. Der Bergische Kräher

Der Bergische Kräher stammt aus dem Bergischen Land, einer deutschen Region. Er ist ebenfalls als Zwerghuhnrasse vertreten.

Die Hähne wiegen zwischen 3,0 bis 3,5 Kilo und die Hennen bringen zwischen 2,0 und 2,5 Kilo auf die Waage.

Bergische Kräher legen bis zu 180 Eier pro Jahr, die im Durchschnitt 56 Gramm schwer sind. Auch diese Eier haben die Farbe Weiß.

Bergische Kräher

Eigenschaften

quirlig, kälteempfindlich, scheue Hühner

Gewicht Hahn und Henne

Huhn: 2 - 2,5 kg, Hahn: 2,7 - 3,5 kg

Eier

56 g

Farbe der Eier: Weiß

Mindestgewicht für Bruteier

56 g

Legeleistung

120 Eier / Jahr

3. Der Dominikaner

Dominikaner stammen aus Amerika und sind auch als Zwerg-Dominikaner erhältlich.

Die Hennen bringen ein Gewicht von ca. 1,75 bis 2,25 Kilo auf die Waage. Die Hähne wiegen etwa 2,0 bis 2,5 Kilo.

Hennen dieser Rasse legen bis zu 170 Eier pro Jahr in der Farbe Creme. Das Gewicht der Eier liegt bei ca. 53 Gramm.

4. Der Augsburger

Augsburger wurden zunächst in Augsburg gezüchtet und es gibt sie ebenfalls in einer Zwergform.

Augsburger-Hähne wiegen zwischen 2,3 bis 3,0 Kilo und die Hennen bringen zwischen 2,0 und 2,5 Kilo auf die Waage.

Die jährliche Legeleistung der weißen Eier liegt bei etwa 180 Stück. Die Eier erreichen ein Gewicht von ca. 58 Gramm.

5. Das Minorka Huhn

Neben dem Andalusier kommt auch das Minorka Huhn aus Spanien, wo es ebenfalls als Zwergform zu finden ist.

Die Hähne wiegen zwischen 2,5 und 3,5 Kilo, während die Hennen zwischen 2,25 und 3,0 Kilo auf die Waage bringen.

Minorka Hühner legen rund 170 Eier pro Jahr. Die Eier sind weiß und wiegen ca. 65 Gramm.

6. Das Deutsche Langschan

Diese Rasse stammt eigentlich aus dem Norden Chinas und es gibt sie auch als Deutsches Zwerg Langschan.

Während die Hennen zwischen 2,5 bis 3,5 Kilo wiegen, bringen es die Hähne auf 3,0 bis 4,5 Kilo.

Die Hennen erreichen eine Legeleistung von bis zu 180 Eier jährlich. Die Eier wiegen ca. 55 Gramm und haben die Farbe Braungelb. Oft geht der Farbton auch ins Strohige.

7. Die Krüper

Die Krüper stammen ebenfalls aus dem Bergischen Land und werden auch als Zwerg Krüper angeboten.

Die Hennen wiegen zwischen 1,5 bis 2,0 Kilo und die Hähne werden zwischen 1,75 und 2,25 Kilo schwer.

Krüper legen jährlich bis zu 180 Eier mit einem Gewicht von ca. 50 Gramm. Die Farbe der Eier ist Weiß.

8. Das Sachsenhuhn

Das Sachsenhuhn, welches auch als Zwerg-Sachsenhuhn vertreten ist, stammt aus Deutschland.

Hähne dieser Rasse wiegen zwischen 2,5 und 3,0 Kilo, während die Hennen nur zwischen 2,0 und 2,5 Kilo wiegen.

Sachsenhühner legen jährlich bis zu 180 Eier, die ein Gewicht von ca. 55 Gramm erreichen.

9. Das Nackthalshuhn

Das Nackthalshuhn stammt aus Europa und war früher sowohl in Deutschland als auch in Rumänien bekannt. Es gibt neben dem klassischen Nackthalshuhn auch das Zwerg-Nackthalshuhn.

Hähne dieser Rasse wiegen zwischen 2,5 und 3,0 Kilo. Die Hennen bringen ein Gewicht zwischen 2,0 und 2,5 Kilo auf die Waage.

Die jährliche Legeleistung liegt bei ca. 180 Eiern. Die Eier sind hellbraun und erreichen ein Gewicht von ca. 55 Gramm.

Nackthalshühner

Eigenschaften

friedlich, zutraulich, kälteunemfindlich, gute Futtersucher, robust

Gewicht Hahn und Henne

Huhn: 2 - 2,5 kg, Hahn: 2,5 - 3 kg

Eier

55 g

Farbe der Eier: Chremfarben

Mindestgewicht für Bruteier

55 g

Legeleistung

180 Eier / Jahr

10. Das Plymouth Rock

Das Plymouth Rock, welches ebenfalls in einer Zwergform existiert, stammt aus den USA.

Die Hennen wiegen zwischen 2,5 und 3,0 Kilo und die Hähne erreichen ein Gewicht zwischen 3,0 und 3,5 Kilo.

Plymouth Rock Hennen legen bis zu 180 Eier pro Jahr. Diese haben eine dunkelgelbe Farbe und ein Gewicht von ca. 55 Gramm.

Plymouth Rock

Eigenschaften

winterleger, werden schnell zutraulich, friedlich, Hähne vertragen sich

Gewicht Hahn und Henne

Huhn: 2,5 - 3 kg, Hahn: 3 - 3,5 kg

Eier

55 g

Farbe der Eier: Gelb-Braun

Mindestgewicht für Bruteier

55 g

Legeleistung

180 Eier / Jahr

Die Liste gefährdeter Hühnerrassen wird immer länger

Wie erwähnt, geht es bei der professionellen Hühnerzucht vor allem um den Ertrag. Die Hennen sollen möglichst viele Eier innerhalb kurzer Zeit legen. Deshalb wich man in der Vergangenheit immer öfter vom Halten alter Rassen ab und ging zu den Hybridhühnern über. Diese liefern vor allem während der ersten zwei Lebensjahre deutlich mehr Eier, als es die Rassehühner jemals könnten.

Und obwohl der europäische Rassegeflügelstandard mehr als 180 Hühnerrassen anerkennt, stehen viele dieser Rassen vor dem Aussterben. Es gibt Rassen, bei denen man inzwischen kein einziges lebendes Exemplar mehr findet. Bei anderen wiederum ist das Aussterben nur noch eine Frage der Zeit.

Sie als Hobbyzüchter haben daher die Chance, etwas gegen das Aussterben der seltenen Hühnerrassen zu unternehmen, indem Sie sich für das Halten von Rassehühnern und gegen Hybridhühner, die eher ?Maschinen? gleichen, zu entscheiden.

Das sollten Sie wissen, wenn Sie seltene Hühnerrassen halten möchten

Ehe Sie losgehen und seltene Hühnerrassen kaufen, sollten Sie sich über deren jeweilige Ansprüche informieren. Vor allem, wenn Sie die Hühner nicht nur zum Zwecke des Eierlegens halten, sondern diese züchten möchten, gibt es etliche Vorschriften, die Sie einhalten und bedenken müssen.

Außerdem gibt es für die meisten seltenen Hühnerrassen noch Vereine, in die Sie aktiv eintreten können. Dies bietet den Vorteil, dass Sie sich mit anderen Haltern der jeweiligen Rasse austauschen können. Zudem bietet ein solcher Verein den Vorteil, dass geeignete Zuchthähne und -Hennen zusammengebracht werden können, um Küken zu züchten.

Informieren Sie sich vor der Anschaffung der Rassehühner unter anderem über die folgenden Dinge:

  • Welche Eigenschaften hat diese Rasse?
  • Was muss ich beim Bau des Hühnerstalles und des Auslaufes beachten?
  • Wie ist der Charakter der Hühner?
  • Wie sollte ich Hühner dieser Rasse am besten halten?
  • Welches Futter benötigen sie?