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Künstliche Brut mit einem Brutkasten

Künstliche Brut

Gefunden auf: https://www.huehner-hof.com/haltung/kunstbrut/

Jeder Hühnerhalter kommt früher oder später einmal mit der Kunstbrut, also dem Ausbrüten der Küken mit Hilfe einer Brutmaschine in Berührung. Entweder weil eine große Anzahl an Küken zu einem gewissen Zeitpunkt benötigt wird, oder weil einfach keine Henne brüten möchte. Speziell bei Hühnerrassen mit einer guten Legeleistung ist der Bruttrieb wenig ausgeprägt und man muss häufig auf die Kunstbrut zurückgreifen um den Bestand zu erhalten.

Auf den ersten Blick erscheint das Thema Kunstbrut sehr komplex, doch mit etwas Vorwissen kann man auch als Einsteiger erfolgreich Küken mit einem Brutkasten ausbrüten. Im Folgenden geben wir Tipps und eine kurze Einführung.

Der Brutkasten – Arten

Generell unterscheidet man zwischen zwei Arten an Brutmaschinen, den Flächenbrütern und den Motorbrütern. Die Varianten unterscheiden sich in Technik, Fassungsvermögen und dem Preis.

  • Flächenbrüter sind in der Regel die Einsteigerbrüter, die aufgrund eines günstigen Preises, auch für Gelegenheitsbrüter erschwinglich sind. Sie fassen in der Regel 12 bis 60 Hühnereier und sind recht kompakt. Die Flächenbrüter bestehen aus einer Styroporbox in der ein Heizkabel aufgehängt ist, das durch ein Thermostat an- und abgeschalten wird. Im Flächenbrüter bilden sich Luftschichten mit unterschiedlichen Temperaturen. Daher müssen die Eier in einer Ebene liegen, auf der auch mit einem Thermometer die Temperatur gemessen wird.
  • Motorbrüter kosten mehr als doppelt so viel wie die Flächenbrüter und sind etwas größer gebaut. Im Gegensatz zu den Flächenbrütern besitzen sie im Inneren einen Ventilator, der die Temperatur im Brüter gleichmäßig verteilt. Dadurch kommt es nicht zur Temperaturschichtung und die Hühnereier können dadurch in mehreren Ebenen angeordnet sein. Dies führt zu einem Fassungsvermögen von 80 bis 500 Hühnereiern. Bei Motorbrütern kann die Temperatur genauer geregelt und die Eier gleichmäßiger bebrütet werden. Aus diesem Grund kann man bei der Verwendung eines Motorbrüters bessere Ergebnisse erwarten als bei der Verwendung eines Flächenbrüters.

Küken aus künstlicher Brut

Vorbereitungen vor der Kunstbrut

Vor man den Brutkasten in Betrieb nimmt und die Eier hinein legt sind noch einige Schritte notwendig. Zuerst sollte man einen geeigneten Standort finden. Sehr gut geeignet sind kühlere Räume mit geringen Temperaturschwankungen, die frei von Zugluft sind. Dort stellt man den Brutkasten auf einen Tisch um ihn in einer passenden Arbeitshöhe zu haben.

Desinfektion Brutkasten

Nun verwendet man ein handelsübliches Desinfektionsspray und reinigt den Brutkasten gründlich. Danach lässt man ihn noch 1-2 Tage offen stehen um evtl. Duftstoffe entweichen zu lassen.

Nach dieser Prozedur kann man den Brutkasten in Betrieb nehmen und einige Hühnereier hinein legen. Allerdings sollte man hier noch nicht die eigentlichen Bruteier verwenden. Die Eier diesen lediglich dazu einen Probelauf zu machen und Temperatur und Luftfeuchte optimal einzustellen.

Läuft der Brüter 24 Stunden lang und die Temperatur und Luftfeuchte im Inneren sind konstant und passend kann man die Probeeier entfernen und die eigentlichen Bruteier einlegen.

Die Brut der Eier

Zu jedem Brutkasten bekommt man eine Anleitung in der die genauen Temperaturen und die Lustfeuchte vermerkt ist. Hier kann man nur sehr schwer allgemeine Angaben machen da jeder Brüter andere Eigenschaften hat. Bei manchen Brütern müssen ein, zwei oder drei Rinnen am Boden mit Wasser gefüllt werden, bei anderen sind Regler vorhanden, die die Luftfeuchte regeln.

Luftfeuchte im Brutkasten

In der Regel sollte die empfohlene Temperatur bei 37,4 bis 38,3 Grad angegeben sein (Achtung: Thermometerposition beim Flächenbrüter beachten).

Weiter sollte der Brüter in den ersten drei Tagen möglichst nicht geöffnet werden, da dadurch die Temperatur deutlich abfällt und der Brüter je nach Art und Model recht lange braucht bis die Optimaltemperatur wieder erreicht wird.

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