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Legenot bei Hühnern

Legenot bei Hühnern - Schnelle Hilfe ist notwendig!

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Die Legenot ist eine ernstzunehmende Erkrankung von Hennen, der wir im nachfolgenden Artikel einmal auf den Grund gehen möchten.

Was ist Legenot?

Es gibt Phasen, in denen die Hennen tendenziell weniger Eier legen. Aufgrund eisiger Temperaturen ist dies meist im Winter der Fall.

Es gibt aber auch andere Gründe, die dazu führen, dass keine Eier mehr gelegt werden. Diese können teilweise gefährlich werden. Eine ernstzunehmende Erkrankung, bei der das Huhn unbedingt Hilfe benötigt, ist die sogenannte Legenot.

Legenot tritt ein, wenn die Henne das Ei zwar produziert hat, es aber nicht legen kann, weil es im Körper feststeckt, und zwar zwischen dem Uterus (der Gebärmutter) und der Kloake. Natürlich wird die Henne alles versuchen, um das Ei hinauszudrücken. Es gibt jedoch schwerwiegende Fälle, in denen dies nicht gelingt. Handeln Sie nicht umgehend, kann Ihr Huhn daran sterben.

So erkennen Sie die Legenot

Die Legenot verursacht verschiedene Symptome und erweist sich für die Henne als unangenehm und schmerzhaft.

Legenot erkennen Sie sie unter anderem an den folgenden Anzeichen:

  • Die Henne presst mehrmals hintereinander, aber das Ei kommt nicht heraus
  • Die Henne begibt sich immer wieder in den Nistkasten, aber Sie finden dort keine Eier
  • Die Henne verweigert Nahrung und Wasser
  • Sie hat einen sehr harten Bauch. Sie können den Bauch abtasten. Wenn es sich um Legenot handelt, werden Sie ein Ei erfühlen
  • Die Henne läuft wie ein Pinguin

Das sollten Sie tun, wenn Sie ein betroffenes Tier haben

Geraten Sie auf keinen Fall in Panik. Oft hilft es, wenn Sie der Henne ein warmes Bad gönnen. Das wird ihr natürlich nicht gefallen, hilft aber in den meisten Fällen. Wichtig: Das Wasser sollte nicht zu heiß sein.

Durch das warme Wasser werden die Muskeln entspannt, sodass die Henne das Ei in den meisten Fällen legen wird.

Einen ähnlichen Effekt kann eine Behandlung mit einer Wärmelampe erzielen. Zudem können Sie den Bauch der Henne massieren, denn auch dies kann zur Muskelentspannung beitragen.

Tritt keine Verbesserung ein und die Henne hat noch immer nicht gelegt, sollten Sie umgehend den Tierarzt aufsuchen. Dieser kann beispielsweise das Ei aufstechen. In sehr komplizierten Fällen besteht auch die Möglichkeit, dem Huhn ein krampflösendes Mittel zu verabreichen.

Was sind die Ursachen für Legenot?

Die Legenot kann aus verschiedenen Gründen eintreten. Einer der häufigsten ist, dass die Henne noch zu jung ist.

Die häufigsten Ursachen für Legenot:

  • Die Henne ist zu jung: Der Legeapparat der Junghennen ist oft noch nicht gut genug ausgebildet, um Eier legen zu können. Die meisten Hühnerrassen sollten frühestens ab dem sechsten Monat legen.
  • Das Ei ist zu groß: Es kann vorkommen, dass das Ei für das Huhn schlichtweg zu groß ist, sodass es nicht durch den Legeapparat transportiert werden kann.
  • Die Legeleistung ist zu hoch: Wenn Hennen zu oft legen, kann auch dies zu einer Legenot führen. Der Legeapparat arbeitet ständig auf Hochtouren, was den natürlichen Legevorgang auf Dauer stark beeinträchtigen kann.
  • Es ist zu kalt: Bei Kälte verkrampfen sich die Muskeln. Dies führt dazu, dass das Ei nicht durch den Legeapparat transportiert werden kann.
  • Die Henne hat starkes Übergewicht: Durch zu viel Gewicht verfetten auch die inneren Orange der Henne, zu denen der Legeapparat gehört.
  • Das Tier leitet an einem Nährstoffmangel: Ein starker Mangel an Mineralstoffen und Vitaminen führt dazu, dass das Huhn teilweise keine Kraft mehr hat, um ein Ei zu legen.

Vorbeugende Maßnahmen

Damit die Hennen nicht in Legenot geraten, sollten Sie in erster Linie auf artgerechte Haltungsbedingungen achten. Ein sauberer Stall spielt eine große Rolle und Sie sollten Ihre Hennen natürlich nicht als Legemaschinen missbrauchen.

Einer der wichtigsten Faktoren ist jedoch eine gesunde und ausgewogene Ernährung, die das Huhn mit allen notwendigen Nährstoffen versorgt. Legehennen sollten Legehennenfutter bekommen. Dieses erhalten Sie im Handel als Fertigmischung.

Das Legehennenfutter ist mit allen für die Hennen wichtigen Nährstoffen angereichert und kann demzufolge als Alleinfutter angeboten werden. Doch natürlich freuen sich die Hennen auch über eine zusätzliche Portion Eiweiß, die Sie ihnen beispielsweise in Form von Magerquark oder getrockneter Insekten anbieten können.

Ebenso lieben es Hühner, frisches Grün zu picken. Sind sie im Sommer in einem begrünten Auslauf unterwegs, reicht ihnen dies oft schon aus, um sich wohlzufühlen.

Letztendlich müssen Sie dafür sorgen, dass Ihr Huhn gesund und glücklich ist, denn dies wirkt sich auf die Legeleistung aus und sorgt dafür, dass die Henne nicht von der Legenot betroffen ist.