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Enteneier ausbrüten

Enteneier ausbrüten: So gehts!

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Bei dem Enteneier ausbrüten können Sie grundsätzlich zwischen der Kunstbrut und der Naturbrut wählen.

Worin die Unterschiede bestehen und welche wichtigen Dinge Sie bei dem Enteneier ausbrüten beachten müssen, erfahren Sie nachfolgend.

Wie Sie einen möglichst hohen Bruterfolg erzielen

Enten benötigen keine ungewöhnlichen Brutbedingungen. Ein schönes Legenest sowie ein sauberer Stall und genügend Auslauf reicht ihnen in der Regel aus, um in Brutstimmung zu kommen. Allerdings brüten nur wenige Entenrassen wirklich gerne. Eine von ihnen ist die Warzenente, bei der tendenziell ein besserer Bruterfolg zu erwarten ist, als bei anderen Entenrassen.

Grundsätzlich tragen die folgenden Faktoren zu einem hohen Bruterfolg bei:

  • Die Enten leben in einem artgerechten Stall mit großem Auslauf
  • Sie bekommen regelmäßig artgerechtes Futter und werden hierdurch mit allen wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen versorgt
  • Sie werden als Paar oder in der Gruppe gehalten, denn Enten leben gerne in Gesellschaft
  • Sie entscheiden sich für vorausgewählte Bruteier
  • Anstelle der Naturbrut entscheiden Sie sich für die Kunstbrut

So erkennen Sie, dass eine Ente brüten möchte

Enten, die sich zum Brüten entschieden haben, werden dieses Vorhaben unter allen Umständen umsetzen wollen. Sie setzen sich ins Nest und sind dort nur schwer fortzubekommen. Selbst wenn Sie sie herausnehmen möchten, werden sich brutwillige Enten in der Regel verteidigen. Sie geben dann laute Geräusche von sich und versuchen alles Mögliche, um bloß nicht aus dem Nest heraus zu müssen.

Nistplatz im Entenstall

Kunstbrut oder Naturbrut?

Wenn Sie Enten züchten möchten, haben Sie die Wahl zwischen der Kunstbrut und der Naturbrut. Bei der Naturbrut möchte die Ente die Enteneier ausbrüten. Bei der Kunstbrut hingegen werden Sie zur Entenmutti, denn Sie kümmern sich sowohl um die Brut, als auch um die Aufzucht der Küken.

Wie möchten kurz auf die jeweiligen Vor- und Nachteile eingehen.

Worin liegen die Vor- und Nachteile der Kunstbrut?

  • Höherer Bruterfolg durch gezielte Beeinflussung
  • Auch die Verwendung spezieller Bruteier führt zu einer höheren Schlupfrate
  • Es können sehr viele Eier zur selben Zeit gebrütet werden
  • Sie müssen die Küken von Hand aufziehen, was einen hohen zeitlichen Aufwand mit sich bringt
  • Die Küken müssen selbst Erfahrungen sammeln, denn sie können sich wichtige Verhaltensweisen nicht von der Mutter abschauen
Ente mit ihen Küken

Worin liegen die Vor- und Nachteile der Naturbrut?

  • Die Ente kümmert sich um die Brut sowie um die anschließende Erziehung der Küken, sodass Sie hiermit kaum Aufwand haben
  • Die Küken schauen sich nach dem Schlupf alle wichtigen Verhaltensweisen von der Entenmutter ab
  • Enten brüten nur, wenn ihnen danach ist
  • Auch unbefruchtete Eier werden möglicherweise bebrütet
  • Werden die Eier vorher nicht aussortiert, können auch kranke Tiere, die keine Überlebenschance haben, ausgebrütet werden

Ich möchte Bruteier verwenden. Woher bekomme ich diese?

Bruteier können Sie entweder selber sammeln, was sich jedoch als schwierig erweist. Oder Sie kaufen die gewünschte Anzahl an Bruteiern einfach bei einem entsprechenden Verkäufer ein. Diesbezügliche Angebote finden Sie unter anderem im Internet.

Der Vorteil der Bruteier liegt darin, dass diese bereits vorsortiert sind. Kaputte zu kleine Eier werden aussortiert, sodass die Schlupfrate automatisch ansteigt.

Wenn Sie eigene Enteneier verwenden möchten ?

? sollten Sie diese nicht länger als 10 bis 13 Tage sammeln, ehe Sie sie ins Nest legen. Andernfalls können die Eier ?verderben?, sodass die Schlupfrate erheblich sinkt.

Wichtig ist, dass Sie alle Eier zur selben Zeit wieder ins Nest legen, damit die Küken am selben Tag zur Welt kommen. Andernfalls wird die Brut unnötig kompliziert.

Damit die Ente das Nest nicht verlässt, schieben Sie ihr am besten Kunsteier unter. Auf diesen bleibt sie sitzen, sodass die Brut nicht in Gefahr ist.

Enteneier ausbrüten durch die Ente

Die wichtigsten Fakten zur Kunstbrut

Achten Sie auf eine angemessene Bruttemperatur

Diese sollte zwischen 37 und 37,5°C liegen. Die Temperatur sollte nicht schwanken, da die Schlupfrate hierdurch sinken würde. Die Eier reagieren empfindlich auf wechselnde Temperaturen.

Die ideale Luftfeuchtigkeit

Am Anfang der Brutzeit sollte die Luftfeuchtigkeit zwischen 60 bis 70 % liegen. Zum Ende hin, also kurz vor dem Schlupf, sollten die Temperaturen auf 85 bis 90 % erhöht werden.

Die Eier müssen regelmäßig gewendet werden

Dies ist wichtig, damit im Inneren keine Temperaturschwankungen entstehen und damit das Dotter nicht anklebt. Je nachdem mit welcher Art von Brutautomat Sie arbeiten, kann es sein, dass Sie die Eier mit der Hand wenden müssen oder dass dies der Automat für Sie übernimmt.

Vor dem 3. und nach dem 25. Tag dürfen die Eier nicht gewendet werden. Während der übrigen Tage jedoch müssen Sie darauf achten, dass die Eier zwei- bis dreimal pro Tag gedreht werden.

Die wichtigsten Fakten zur Naturbrut

Den richtigen Brutplatz festlegen

Enten können zu wahren Furien werden, während sie brüten. Deshalb ist es besser, sie sowohl von anderen brütenden Enten als auch von den Erpeln zu trennen. Am besten richten Sie die Brutnester an einem ruhigen Platz ein. Wichtig ist, dass jede Ente ein eigenes Nest bekommt, in dem sie ausreichend Platz hat, um alle Eier zu bebrüten. Ordnen Sie die Nester außerdem so an, dass sich die brütenden Enten gegenseitig nicht beobachten können, denn auch dies kann zu Reibereien führen.

Die Erpel sollten während der Brutzeit von den brütenden Enten ferngehalten werden, damit beide Geschlechter nicht aufeinander losgehen. Da sie auch die Küken nicht gerade sanft behandeln, empfehlen wir, die Erpel erst zu den Küken zu lassen, wenn diese mindestens acht Wochen alt und somit groß genug sind, um sich zu wehren.

Das Nest optimal ausstatten

Enten lieben einen weichen, trockenen und vor allem sauberen Brutplatz. Es interessiert sie nicht, ob sie in einem Karton, in einer Holzkiste oder in einem schönen Nest brüten. Hauptsache, sie liegen warm und weich. Deshalb eignen sich Heu oder Stroh als ideale Einstreu für den Brutplatz.

Die Ente sollte bestmöglich versorgt sein

Damit die Ente das Nest nur selten verlassen muss, stellen Sie in der Nähe des Nestes das Futter sowie einen Wasserbehälter auf. So kann sie jederzeit fressen gehen, ohne die Eier aus den Augen lassen zu müssen. Auch die Flüssigkeitsaufnahme ist wichtig. Ebenso benötigt die Ente einen kleinen Wasserkübel, in dem sie ihr Gefieder feucht halten kann.

Häufige Fragen zum Thema Enten halten