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Enteneier ausbrüten

Enteneier ausbrüten: So gehts!

Gefunden auf: https://www.huehner-hof.com/gefluegel/enten-halten/enteneier-ausbrueten/

Beim Ausbrüten von Enteneiern kannst Du zwischen Naturbrut und Kunstbrut wählen. Beide Methoden haben ihre Vor- und Nachteile. Welche besser zu Dir passt und worauf Du unbedingt achten solltest, erfährst Du hier.

Entenküken in der Brutmaschine

Wie Du einen möglichst hohen Bruterfolg erzielst

Enten stellen keine außergewöhnlichen Ansprüche an ihre Brutbedingungen. Ein sauberes Legenest, ein gepflegter Stall und ausreichend Auslauf reichen meist aus, um Brutstimmung auszulösen. Allerdings brüten nicht alle Entenrassen zuverlässig. Besonders brutfreudig sind zum Beispiel Warzenenten, bei denen der Bruterfolg oft höher ist als bei anderen Rassen.

Diese Faktoren erhöhen Deine Chancen deutlich:

  • Deine Enten leben in einem artgerechten Stall mit viel Auslauf
  • Sie bekommen hochwertiges, artgerechtes Futter mit allen wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen
  • Du hältst sie als Paar oder in der Gruppe – Enten sind soziale Tiere
  • Du verwendest gezielt ausgewählte Bruteier
  • Du entscheidest Dich bewusst für die Kunstbrut statt für die Naturbrut

So erkennst Du, dass eine Ente brüten möchte

Hat sich eine Ente fürs Brüten entschieden, meint sie es ernst. Sie sitzt fest im Nest und lässt sich nur widerwillig vertreiben. Versucht man dennoch, sie herauszunehmen, verteidigt sie ihr Nest oft lautstark und energisch. Dieses Verhalten ist ein sicheres Zeichen für Brutlust.

Typische Anzeichen für Brutlust sind außerdem:

  • Die Ente verbringt deutlich mehr Zeit im Nest als sonst
  • Sie polstert das Nest aktiv mit Stroh, Federn oder Daunen aus
  • Sie verlässt das Nest nur kurz zum Fressen oder Trinken
  • Das Gefieder am Bauch wirkt oft lichter, da sich die Ente Federn ausrupft (Brutfleck)
Nistplatz im Entenstall

Kunstbrut oder Naturbrut?

Möchtest Du Enten züchten, hast Du zwei Möglichkeiten:

  • Naturbrut: Die Ente brütet ihre Eier selbst aus.
  • Kunstbrut: Du übernimmst die Rolle der Entenmutter und kümmerst Dich sowohl um die Brut als auch um die Aufzucht der Küken.

Beide Varianten haben klare Vor- und Nachteile.

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Wie möchten kurz auf die jeweiligen Vor- und Nachteile eingehen.

Worin liegen die Vor- und Nachteile der Kunstbrut?

  • Höherer Bruterfolg durch kontrollierte Bedingungen
  • Speziell ausgewählte Bruteier erhöhen die Schlupfrate
  • Viele Eier können gleichzeitig ausgebrütet werden
  • Die Küken müssen von Hand aufgezogen werden – das kostet Zeit
  • Sie lernen wichtige Verhaltensweisen nicht von einer Mutter
Ente mit ihen Küken

Worin liegen die Vor- und Nachteile der Naturbrut?

  • Die Ente übernimmt Brut und Aufzucht fast vollständig
  • Die Küken lernen natürliche Verhaltensweisen direkt von der Mutter
  • Enten brüten nur, wenn sie selbst dazu bereit sind
  • Auch unbefruchtete Eier werden oft mit bebrütet
  • Ohne Vorsortierung können schwache oder kranke Küken schlüpfen

Ich möchte Bruteier verwenden – woher bekomme ich sie?

Bruteier kannst Du entweder selbst sammeln oder bei spezialisierten Anbietern kaufen. Eigene Eier zu nutzen ist oft schwierig, da Befruchtung und Lagerung stimmen müssen. Online findest Du viele Anbieter mit geprüften Bruteiern.

Der große Vorteil gekaufter Bruteier:
Sie sind bereits vorsortiert. Beschädigte oder zu kleine Eier werden aussortiert, was die Schlupfrate deutlich erhöht.

Wenn Du eigene Enteneier verwenden möchtest

  • Sammle die Eier höchstens 10 bis 13 Tage, bevor Du sie unterlegst
  • Lege alle Eier gleichzeitig ins Nest, damit die Küken am selben Tag schlüpfen
  • Verwende in der Zwischenzeit Kunsteier, damit die Ente das Nest nicht verlässt
Enteneier ausbrüten durch die Ente

Die wichtigsten Fakten zur Kunstbrut

Die richtige Bruttemperatur

Die Temperatur sollte konstant zwischen 37 und 37,5 °C liegen. Schwankungen wirken sich negativ auf die Schlupfrate aus, da Enteneier sehr temperaturempfindlich sind.

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Die ideale Luftfeuchtigkeit

  • Zu Beginn der Brut: 60–70 %
  • Kurz vor dem Schlupf: 85–90 %

Eier regelmäßig wenden

Das Wenden verhindert, dass das Dotter anklebt und sorgt für eine gleichmäßige Temperatur im Ei.
Je nach Brutautomat geschieht das automatisch oder per Hand.

  • Nicht wenden vor dem 3. und nach dem 25. Bruttag
  • Dazwischen die Eier 2–3 Mal täglich wenden

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Brutparameter zum Enteneier ausbrüten

Die wichtigsten Fakten zur Naturbrut

Den richtigen Brutplatz wählen

Brütende Enten können sehr aggressiv reagieren. Trenne sie deshalb von anderen Enten und besonders von den Erpeln. Jedes Tier sollte ein eigenes Nest an einem ruhigen Ort haben. Achte darauf, dass sich die Nester nicht direkt gegenüberliegen, um Stress zu vermeiden.

Erpel solltest Du während der Brutzeit fernhalten. Sie gehen nicht immer sanft mit Küken um. Erst ab einem Alter von etwa acht Wochen können die Jungtiere sicher mit ihnen zusammenleben.

Das Nest richtig ausstatten

Enten bevorzugen einen weichen, trockenen und sauberen Brutplatz. Ob Karton, Holzkiste oder Nest ist egal – wichtig ist die Einstreu. Stroh oder Heu eignen sich hervorragend.

Gute Versorgung der Ente

Stelle Futter und Wasser in Nestnähe bereit, damit die Ente das Gelege nur selten
verlassen muss. Zusätzlich braucht sie einen kleinen Wasserbehälter, um ihr Gefieder zu befeuchten – das ist wichtig für eine erfolgreiche Brut.

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Wie lange dauert es, bis Entenküken schlüpfen?

Die Brutdauer von Enteneiern ist ein Thema, das viele unterschätzen – dabei ist es entscheidend für einen erfolgreichen Schlupf.
In der Regel beträgt die Brutzeit 28 Tage. Das gilt für die meisten Hausenten, zum Beispiel Laufenten oder Pekingenten.

Je nach Rasse kann es jedoch Abweichungen geben:

  • Die meisten Entenrassen: ca. 28 Tage
  • Warzenenten (Moschusenten): 33 bis 35 Tage
  • Einzelne Küken können sich 1–2 Tage mehr Zeit lassen

Wichtig für Dich:
Nicht jedes Küken schlüpft punktgenau. Gerade bei der Naturbrut ist es völlig normal, dass der Schlupf sich etwas zieht. Öffne Eier niemals aus Ungeduld. Viele Küken brauchen einfach länger, um vollständig entwickelt zu sein.

Mein Tipp

Markiere Dir den ersten Bruttag im Kalender. So behältst Du den Überblick und kannst besser einschätzen, ob alles im normalen Zeitrahmen liegt. Besonders bei der Kunstbrut hilft das enorm, um Temperatur und Luftfeuchtigkeit rechtzeitig anzupassen.

Enteneier durchleuchten (Schieren): So kontrollierst Du die Entwicklung

Das Durchleuchten der Eier, auch Schieren genannt, ist eine der wichtigsten Methoden, um den Bruterfolg zu steigern. Dabei prüfst Du mit einer starken Lichtquelle, ob sich im Ei tatsächlich ein Embryo entwickelt.

Befruchtete Hühnereier schieren am Tag 14

Warum das so wichtig ist:

  • Unbefruchtete Eier beginnen schnell zu faulen
  • Abgestorbene Embryonen können andere Eier gefährden
  • Du schaffst Platz und verbesserst das Brutklima

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Wann solltest Du Enteneier schieren?

Bewährt haben sich diese Zeitpunkte:

  • 7.–10. Bruttag: Erste Kontrolle – Blutgefäße und Embryo sichtbar
  • 14.–18. Bruttag: Entwicklung gut erkennbar
  • Spätestens 25. Bruttag: Letzte Kontrolle vor dem Schlupf

So erkennst Du ein befruchtetes Ei

  • Deutlich sichtbare Blutäderchen
  • Ein dunkler Schatten (der Embryo)
  • Das Ei wirkt „lebendig“, nicht klar oder leer
Eier schieren am Tag 7

Unbefruchtete Eier bleiben beim Durchleuchten fast vollständig durchsichtig.

Mein Tipp

Schieren solltest Du immer in einem dunklen Raum und möglichst zügig, damit die Eier nicht auskühlen. Bei der Naturbrut nimmst Du der Ente am besten nur kurz die Eier weg und legst sie danach exakt wieder zurück.

Häufige Fragen zum Thema Enten halten