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Kraienköppe

robust, zutraulich, kälteunemfindlich

Kraienköppe Hühner

Steckbrief: Kraienköppe

Eier

55 g

Farbe der Eier: Weiß

Mindestgewicht für Bruteier

55 g

Legeleistung

200 Eier / Jahr

Gewicht Hahn und Henne

Huhn: 1,75 - 2,5 kg, Hahn: 2,5 - 3 kg

Brutlust

20 %

Flugfähigkeit

60 %

Platzbedarf

70 %

Hinweis

Kraienköppe wurden einst als reines Kampfhuhn im Osten der Niederlande erzüchtet und hießen zuerst „Biethaunderns“. Sie konnten die damals beliebten Malaien häufig bezwingen.

Ohne wirtschaftliche Eigenschaften als Eierleger begeisterten sich nur wenige Züchter für diese Hühner. Deswegen wurden die grobknochigen Kampfhühner in Deutschland zu legefreudigen Landhühnern mit Kämpfereinschlag verfeinert.

Diese Züchtung legt bis über 200 Eier im Jahr und macht keine Winterpause. In Deutschland setzte sich die Bezeichnung „Kreienköppe“ durch. Doch in den Niederlanden heißen sie Tewntse Grijze, da der „Kraaikop“ bereits als Hühnerrasse existiert. Dieses führt mitunter zu Verwechslungen. Der niederländische Kraaikop wird in Deutschland „Breda“ genannt.

Kraienköppe Hahn

Haltung

Die imposanten Kraienköppe profitieren durch die einfließenden Kampfhühner. Sie sind sehr robust und anspruchslos, wünschen aber einen großen Auslauf. In diesem suchen sie fleißig nach Futter.

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Wehrhafte Hähne

Im Verhalten sind Kraienköppe dichter bei der Urform als andere Haushühner und haben dadurch im Freien bessere Chancen.

Die wehrhaften Hähne verteidigen ihre Hühner selbst gegen Raubvögel wie den Habicht und krähenartige Räuber. Auch andere Angreifer wehren sie ab, wenn diese nicht zu groß sind.

Sie werden leider auch zu anderen Hähnen schnell aggressiv, wenn sie nicht genug Hühner und Auslauf erhalten.

Robustheit

Wegen der Kämpfereinschläge sind Kamm, Kehllappen und Ohrscheiben vergleichsweise klein.

Kraienköppe neigen deswegen kaum zu Erfrierungen. Auch nasskaltes Regenwetter macht ihnen nichts aus. Es sind damit die richtigen Hühner für ihren Ursprungsort nahe an der rauen Nordsee.

Charakter

Die genügsamen Kraienköppe bleiben wie andere Hühner mit Kämpfereinschlägen ruhiger und beobachten ihre Umgebung genau. Zum Halter werden sie schnell zahm und bleiben friedlich.

Auslauf

Leider können sie wie die meisten Landhühner gut fliegen. Eine hohe Einzäunung oder der Freilauf werden zur Voraussetzung für die Haltung. Weil Kraienköppe durch einen großen Auslauf profitieren und Zäune ins Geld gehen, wäre eine Freilandhaltung ideal, wenn es die Wohnlage erlaubt.

Ob mit oder ohne Zaun: Hühner wollen nicht nur Wiese, sondern auch Büsche als Deckung oder eine trockene Stelle für das Sandbad.

Der Halter soll zugleich beachten, dass die Hähne verhältnismäßig laut krähen, wenn er die Stelle für den Hühnerstall plant. Dieser soll wie für andere Hühner eingerichtet werden und muss vor Nässe und Zugluft schützen. Dann braucht es noch Wasser, passendes Hühnerfutter und ein paar geeignete Reste aus Küche und Garten. Schon fühlen sich Kraienköppe sehr wohl.

Aufgrund der sehr guten Legeleistung sind diese Winterleger für Selbstversorger ein optimales Huhn. Auch Züchter und Aussteller werden ihre Freude an Kraienköppen haben: Diese Hühnerrasse ist sehr gut durchgezüchtet, viele Nachkommen genügen als Ausstellungshühner oder für die Zucht.

Wegen der Kämpfereinschläge sind Kraienköppe keine Familienhühner. Ansonsten sind diese robusten und genügsamen Hühner einfacher in der Aufzucht und Haltung, als viele andere Rassen.

Eier und Legeleistung

Wie bei anderen Hühnerrassen kommt es darauf an, die Hühner aus einer leistungsbetonten Linie und nicht bei Ausstellern zu beziehen. Außerdem legen leichtere und feinknochige Hennen tendenziell besser und sind bereits in der Zucht zu bevorzugen.

Dann legen die Hennen 200 weiße, beziehungsweise helle Eier im ersten und zweiten Legejahr. Diese wiegen rund 55 Gramm. Dieses ist zugleich das Mindestgewicht für Bruteier.

Der große Vorteil der Kraienköppe ist die sehr gute Legeleistung in den Wintermonaten. Wenn die Hennen im Sommer fündig werden, kann wie bei anderen suchenden Legerassen das Futter reduziert werden.

Küken

Nicht allein die ausgewachsenen, auch die kleinen Kraienköppe sind überdurchschnittlich robust. Die Küken brauchen in den ersten Tagen und Wochen zwar ihr Kükenfutter und einen geschützten Bereich mit Glucke oder Wärmelampe. Sie wachsen und befiedern sich schnell und gelten damit als frohwüchsig und frühreif.

Mit genügender Befiederung können die Küken bei gutem Wetter ins Freie. Nach ca. 8 Monaten sind die Hühner ausgewachsen. Kraienköppe zählen zu den Legerassen, die Bruderhähne lassen sich dennoch leicht mästen.

Der Bruttrieb ist bei Kraienköppen nur noch schwach vorhanden. Wer keine Leihhenne hat, verwendet eine Brutmaschine.

Farbschläge

Anerkannte Farbschläge:

  • silberhalsig (seit 1926)
  • goldhalsig (seit 1929)
  • orangehalsig (seit 2005)
  • blau-goldhalsig (seit 2006)
  • rotgesattelt (seit 2012)

In den Niederlanden ebenfalls anerkannt:

  • blau-silberhalsig
  • kennsperber
  • silber-kennsperber

Weitere Anerkennungen sind in Deutschland wahrscheinlich. Außerdem versuchen sich in den Niederlanden und Deutschland Züchter an silbernen, weißen, lachsfarbigen und vermutlich weiteren Farbschlägen.

Kraienköppe kaufen

Viel Platz ist sicher für die Kraienköppe notwendig. Für einen Aussiedlerhof sind sie ideal, doch auch für alle die einen etwas größeren Garten haben. Möchte man Kraienköppe kaufen findet man diese Hühnerrasse nur selten auf Kleintiermärkten. Am besten man nimmt Kontakt mit dem „Sonderverein der Züchter der Kraienköppe und Zwerg-Kraienköppe“ auf. Über diesen Verein findet man schnell auch einen Züchter in der Nähe und bekommt häufig auch die Möglichkeit seine Zuchtanlage zu besichtigen. Aber auch in Kleinanzeigenportalen findet man häufig Inserate zu diesen Hühnern.

Gut zu wissen

  • Die Brüder Lazonder, die in der Gegend von Enschede Kraienköppe zuerst als Kampfhühner erzüchteten, stellten ihre neue Rasse erstmals 1885 in den Niederlanden aus.
  • In den frühen Anfangszeiten hießen Kraienköppe in Deutschland und den Niederlanden „Biethaunderns“, welches übersetzt „Beißhühner“ heißt. Diese Wortbedeutung wollten einstige Züchter nicht übernehmen und suchten Alternativen.
  • In den Niederlanden heißen Kraienköppe „Twentse Grijze“. Dieses bedeutet „Graue von Twenten“ und leitet sich von der niederländischen Provinz Twente und dem ersten Farbschlag ab, silberhalsig.
  • Die deutsche Namensgebung Kraienköppe geht hingegen auf die Kopfform zurück, die einer Krähe ähnelt. Die Malaien haben ihren Kämpferkopf mit raubvogelartiger Wirkung eingebracht, die vor allem bei Jungvögeln und Hennen zur Geltung kommt.
  • Eine Zweittheorie für den Namen Kraienköppe ist das laute und häufige Krähen der Hähne. „Krähe“ sowie „krähen“ heißt im Niederländischen „Kraai“. Krähenvögel werden vermutlich nach ihrem Krächtsen benannt.
  • In Deutsch Kraienköppe, in Niederländisch Twentse Grijze: In den Niederlanden gibt es bereits die Hühnerrasse „Kraaikop“, welche in Deutschland „Breda“ heißt und nicht näher mit Kämpfern verwand ist. Namens-Verwechslungen sind also nicht ausgeschlossen.
  • Bereits ab 1900 waren Kraienköppe in Westfalen und Hannover verbreitet.
  • Eine erste Ausstellung in Deutschland folgte auf der „Deutschen Junggeflügelschau“ 1925 in Hannover. Kraienköppe wurden nun auf allen führenden deutschen Geflügelschauen ausgestellt. Bereits 1926 erfolgte die Anerkennung im „Deutschen Rassegeflügelstandard“ mit dem silbhalsigen Farbschlag, die Goldhalsigen folgten 1929.
  • Leistungsbetonte Linien kommen heute auf rund 200 Eier im ersten und zweiten Legejahr. Einst waren es rund 230.
  • Bei einer Leistungsprüfung im Jahr 1937 legten Kraienköppe im Schnitt 252 Eier im vollen Legejahr. Dieses ist für Rassehühner eine herausragende Leistung.
  • Heutige Kraienköppe sind häufig schwerer, als es der Rassestandard vorsieht.
  • Kraienköppe werden zu Legerassen gezählt, lassen sich aber gut mästen und damit auch als Zweinutzungshühner verwenden.
  • Zur Verbesserung der Legeleistung achten die Züchter darauf, dass ihre Kraienköppe nicht zu schwer oder grobknochig werden.
  • Der Rassestandard setzte einst Kämpfereinschläge voraus. Heute sind diese für Ausstellungen nicht mehr relevant. Dennoch legen die meisten Züchter weiterhin großen Wert auf diese äußeren Merkmale. Ohne eine gewissenhafte Selektion gingen diese Kämpfereinschläge vermutlich schnell unter.
  • Heutige Kraienköppe werden nicht zu Kampfhühnern, aber zu kämpferartigen Rassen gerechnet. Weitere Beispiele sind Orloff, Cubalayas und Sumatra Hühner.
  • Neben der Großform gibt es die Zwerg-Kraienköppe, deren Erzüchtung in den 1940er Jahren im deutsch-niederländischen Grenzgebiet erfolgte. Zwerg-Kraienköppe legen 180 weiße bis gelbschalige Eier mit 35 Gramm im ersten Legejahr. Hennen wiegen bis 750, Hähne bis 850 Gramm und sollen ein Ebenbild zur Großform sein. Im Niederländischen heißen sie „Twentse Grijze Krielen“.
  • Wie auch bei der Großform setzen sich bei Zwerg-Kraienköppen die Farbschläge silberhalsig und goldhalsig gegen andere Farbschläge zahlenmäßig durch.

Die Hühnerrasse Kraienköppe

Ursprünge der Kraienköppe

Es waren die Jahre um 1880, als in den Niederlanden und in anderen europäischen Ländern Hahnenkämpfe noch populär waren. Die Brüder Lazonder lebten in der östlichen niederländischen Provinz Twente nahe Enschede. Sie erzüchteten in Grenznähe zu Deutschland ein Kampfhuhn. Dieses war häufig siegreich, legte aber nur wenige Eier und verbreitete sich zuerst nicht gut.

Entwicklung der Rasse Kraienköppe

Kraienköppe wurden letztendlich zweimal herausgezüchtet. Zuerst flossen Malaien, Belgische Kämpfer, niederländische Landhühner und Italiener ein. Die Brüder Lazonder erzüchteten von 1880 bis 1890 das grobknochige Kampfhuhn, welches die damals beliebten Malaien häufig besiegte, aber wenig Eier legte. Damit blieb das Interesse an diesen Hühnern gering.

Die zweite Herauszüchtung geht auf den Lehrer Johann Wieking aus einem Vorort Brandlecht von Nordhorn zurück. Kurz vor der niederländischen Grenze kreuzte er die Kämpfer ab 1921 mit weiteren Landhühnern aus den Niederlanden und Italienern. Es entstand ein kräftiges Landhuhn mit Kämpfereinschlägen. Dieses erlangte wegen der guten Legeleistung schnell Beliebtheit.

Johann Wieking präsentierte seine Kraienköppe auf Schauen und machte sie damit bekannt. Bereits im Jahr 1926 wurden sie im Rassestandard mit dem silberhalsigen Farbschlag anerkannt. Voraussetzung war die Definierung eines Rassestandards, nach dem die Kraienköppe als Rasse gezüchtet werden.

Heutige Bedeutung der Kraienköppe

Kraienköppe sind die idealen Hühner für Selbstversorger. Sie suchen fleißig nach Futter, bereits die Küken gelten als robust und die Hähne schlagen Habichte in die Flucht. Kraienköppe eignen sich für Regionen mit mäßigem oder frostigem Wetter. Die Hühner legen selbst im tiefsten Winter noch viele Eier. Außerdem sind diese Hühner schwerer als einige andere Legerassen, lassen sich gut mästen und eignen sich damit zum Tafelhuhn. Sie werden dennoch zu den Legehühnern gerechnet.

Neben den wirtschaftlichen Eigenschaften eignen sich Kraienköppe zugleich als Zierhuhn für Gärten oder Aussteller. Die edlen Landhühner mit Kämpfereinschlag sind sehr gut durchgezüchtet, es müssen nur wenige Tiere aus der Zucht oder bei Ausstellungen ausgeschlossen werden.

Das einstige Wirtschaftshuhn bleibt also in Nischen interessant und begeistert viele Liebhaber und Aussteller.

Zuchtbemühungen und Maßnahmen zum Rassenerhalt

Die in den Niederlanden erzüchteten Kraienköppe wurden in Deutschland auf ihre Legeleistung verfeinert. Damit gründete sich am 24.01.1932 in Essen der Sonderverein der Züchter der Kraienköppe und Zwerg-Kraienköppe. Die Vereinstätigkeit litt im Zweiten Weltkrieg, wurde 1948 in West- und 1949 in Ostdeutschland wieder aufgenommen. Eine Wiedervereinigung erfolgte 1990, die Neuen Länder bilden im Verein die „Gruppe Mitte“.

Wie bei der Gründung lauten die Vereinsziele, dass Kraienköppe durch Zucht erhalten und zugleich verbreitet werden. Dieser Sonderverein führt auf allen Bundesschauen eigene Sonderschauen durch und veranstaltet alle zwei Jahre eine Hauptsonderschau. Die erste Sonderschau fand bereits am 12. – 13. November 1932 in Hamm statt.

Trotz der Zuchtbemühungen zählt die TGRDEU für das Jahr 2016 nur noch 1183 Hennen und 273 Hähne als Zuchttiere bei 146 Züchtern. Im Jahr 2000 waren es noch fast doppelt so viele, seitdem werden es jährlich weniger. Rund 60% entfallen auf die Silberhalsigen, knapp 30% auf die Goldhalsigen, gute 10% auf die Orangehalsigen, Blau-Goldhalsigen und zuletzt die Rotgesattelten. Noch wird diese Hühnerrasse nicht in der roten Liste der GEH aufgeführt. Bei einem weiteren Niedergang wäre dieses jedoch naheliegend.

In den Niederlanden heißen Kraienköppe „Twentse Grijse“ und finden eine breite Züchterbasis. Gelegentlich werden Bruteier oder Zuchttiere mit deutschen Züchtern getauscht. Im Kernland von Twente gibt es noch immer viele Zuchten.

In ganz Deutschland werden Kraienköppe gezüchtet. Schwerpunkte befinden sich in NRW, Hessen, Baden-Württemberg, Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Damit sind Kraienköppe weit über ihr ursprüngliches Gebiet verbreitet. In anderen Ländern scheinen sie eher unbekannt oder unbedeutend zu sein.

Zuchtziele der Kraienköppe

Kraienköppe sollen eine Landhuhnmischung aus Italienern und niederländischen Landhühnern mit Kämpfereinschlägen sein. Diese äußern sich nicht allein in der kräftigen Statur, sondern auch im stolzen Wesen. Die kräftigen Hühner sind schwerer, als sie optisch wirken. Die breite und leicht gewölbte Brustpartie wird hoch getragen, die Schultern sind breit. Der völlig gerade mittellange Rücken ist ebenfalls breit, die Figur wirkt insgesamt langgestreckt. Hähne richten sich auf, aber weniger stark als Kämpfer. Hennen nehmen eine fast waagerechte Haltung ein und bilden einen ausgeprägten Legebauch.

Hähne laufen mit ihrem abgesetzten Genick in den sogenannten Hengstnacken aus. Der Halsbehang ist so üppig, dass die Rumpflinie sich im aufrechten Stand optisch bis zum Kopf verlängert und dabei kaum verjüngt. Die Kehle soll hingegen möglichst unbefiedert bleiben. Der Sattelbehang wird ebenfalls reichlich ausgebildet, teils mit weißen Federn an der Bürzeldrüse. Der vollbesichelte lange Schwanz wird im stumpfen Winkel leicht offen getragen. Die Sicheln sind gut gebogen, die Hauptsicheln sollen mit ihren Enden sogar zum Körper weisen. Hennen entwickeln einen geschlossenen und stumpf zulaufenden Schwanz.

Der Kopf ist insgesamt breit, kurz, gewölbt und die Augenbraue tritt aufgrund der Kämpfereinschläge leicht hervor. Der kräftige, kurze und gebogene gelbe Schnabel darf einen dunklen First bilden.

Kamm, Kehllappen oder Ohrscheiben sind bei Hahn und Henne nur klein ausgebildet. Hähne haben einen langgezogenen feingeperlten Erdbeerkamm, der fest aufsitzt. Bei Hennen verbleiben nur ein angedeuteter Kamm und kaum sichtbare Kehllappen. Die roten Gesichter sind bei Hähnen höchstens schwach, bei Hennen leicht befiedert. Diese Kopfpunkte sind teils weinrot, teils leuchtend rot oder bei Hennen blassrot.

Das üppige Gefieder soll abgesehen von Hals- und Sattelbehang der Hähne oder der Schwanzfedern straff anliegen. Die langen und kräftigen Flügel liegen fest an. Sie heben sich bei Hennen etwas ab, gehen bei Hähnen aber unter Hals- und Sattelbehang optisch unter. Die kräftigen Schenkel treten mit glatt anliegenden Federn deutlich hervor.

Bislang haben alle Farbschläge der Kraienköppe rote Kopfpunkte, gelbe mittellange Läufe und lebendige gelbrote bis rote Augen.

Eine Besonderheit der Kraienköppe ist, dass die Hähne deutlich größer als die Hennen werden, wenn es um die Körperhöhe geht. Hähne erreichen im Stand 60 bis 65 cm, Hennen nur 45 bis 50 cm. Diese Eigenschaft ist wiederum für Kämpfer typisch. Ansonsten gleichen die Hennen bis auf geschlechtsspezifische Unterschiede den Hähnen.

Neben dem Erscheinungsbild und Wesen ist auch die Wirtschaftlichkeit wichtig. Züchter erklären, dass Kraienköppe Temperament, Robustheit und Wirtschaftlichkeit in sich vereinen müssen. Wegen des Kämpfers neigen Kraienköppe zu einer grobknochigen Statur mit höherem Gewicht. Züchter müssen deswegen leichtere Hähne und feinknochigere Hühner für die Zucht selektieren, weil deren Nachkommen deutlich besser legen. Wenn der Rassestandard ein Gewicht für Hennen von 1,75 bis 2,5 und Hähne von 2,5 bis 3 kg vorschreibt, erreichen Althennen häufig bis 3,5 und Althähne bis 4 kg. Sogar viele gerade ausgewachsene Jungtiere mit acht Monaten überschreiten das Maximalgewicht deutlich.

Kurz und bündig lauten die Zuchtziele:

  • Temperament, Robustheit und Wirtschaftlichkeit vereinen
  • Erhalt vom kräftigen Landhuhn mit Kämpfereinschlag
  • Förderung vom ruhigen Wesen mit wehrhaften Hähnen
  • Verbesserung der Legeleistung
  • vitale Zuchttiere innerhalb der festgesetzten Gewichte
  • Festigung der robusten, genügsamen und pflegeleichten Eigenschaften