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Glucke mit Küken aus Naturbrut

Glucke mit Küken: Fotos und Tipps der natürlichen Kükenaufzucht

Gefunden auf: https://www.huehner-hof.com/haltung/kunstbrut/glucke-mit-kueken/

Wenn Sie sich für die Naturbrut entscheiden und folglich eine Henne die Küken ausbrüten und aufziehen lassen, müssen Sie als erstes auf das Wohlergehen der Glucke achten. Nur wenn diese gesund und munter ist, wird sie sich auch bestmöglich um die Küken kümmern können.

Was Sie bei der Versorgung der Glucke beachten müssen und wann die Glucke mit Küken zu den anderen Hühnern gelassen werden kann, erklären wir Ihnen in diesem Artikel.

Glucke wärmt und schützt die Küken

Die Pflege der Glucke beginnt bereits vor dem Brüten

Damit die Henne nicht gleich nach dem Schlupf etwaige für die Küken gefährliche Krankheiten und Erreger übertragen kann, sollte sie bereits vor dem Brüten entsprechend behandelt werden. Überprüfen Sie, ob die Glucke von Milben befallen ist. Sollte dies der Fall sein, muss sie unbedingt behandelt werden.

Dies gilt ebenso für einen möglichen Wurmbefall.

Glucke vor der Brut

Gluckenpflege während des Brütens

Die Glucke muss unbedingt bei Kräften bleiben, denn das Brüten ist anstrengend, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussehen mag. Auch die anschließende Kükenaufzucht ist für die Henne kräftezehrend. Damit die Glucke diese „Arbeiten“ problemlos übersteht, benötigt sie alle wichtigen Vitamine und Mineralstoffe sowie ausreichend Futter. Körner und Getreide gelten während der Brutzeit als ideal, denn sie halten lange satt und regulieren zudem die Verdauung, sodass die Hennen das Nest nicht zu oft verlassen muss.

Hochwertiges Körnerfutter für die Glucke

Außerdem muss sie jederzeit Zugang zu frischem Wasser haben.

Damit sich die Glucke nicht zu weit vom Nest entfernen muss, sollten Futter und Wasser in unmittelbarer Nähe aufgestellt werden.

Um auch während der Brutzeit einen Parasitenbefall zu verhindern und zu erreichen, dass sich die Glucke rundum wohlfühlt, sollten Sie ihr ebenfalls in der Nähe des Nestes ein kleines Sandbad errichten. In diesem kann sie täglich für einige Minuten der Gefiederpflege nachgehen, ohne die Eier aus den Augen zu lassen.

Sandbad für die Glucke

Glucke mit Küken nach dem Schlupf

In diesem Zeitraum gelten ebenfalls die bisherigen Regeln. Die Glucke mit Küken benötigt in der Nähe des Aufzuchtstalls frisches Futter und Wasser sowie ein Sandbad, um ausreichend versorgt und sauber zu sein.

Küken sind geschlüpft

Die Pflege der Glucke mit Küken

Sind die Küken geschlüpft, benötigen sie eine umfangreiche Pflege, die nicht ausschließlich von der Henne gewährleistet werden kann.

Ihre erste Aufgabe ist es, einen sicheren Kükenstall zu bauen, der den Bedürfnissen der Kleinen gerecht wird. Er sollte vor extremen Witterungsbedingungen geschützt sein und den Kleinen ausreichend Verstecke bieten. Achten Sie darauf, dass die Küken nicht aus- und Fressfeinde nicht einbrechen können. Dies erreichen Sie am besten durch die Verwendung eines sicheren Drahtes, dessen Maschen nicht größer als 2 x 2 cm sind.

Außerdem benötigen die Küken ein warmes Nest, in dem sie sich geborgen fühlen. Hierbei kann es sich beispielsweise um einen kleinen Pappkarton handeln, den Sie mit frischem Heu befüllen.

Glucke pickt mit Küken

Das richtige Futter für die Küken

Damit sich die Kleinen prächtig entwickeln, benötigen sie ein hochwertiges Futter. Verwenden Sie hierfür kein herkömmliches Hühnerfutter und schon gar kein Legehennenfutter. Stattdessen greifen Sie zu speziellem Kükenfutter. Dieses ist zum einen kleinteiliger, sodass die Glucke mit Küken es problemlos picken können. Außerdem besteht es aus einer anderen Nährstoffzusammensetzung, denn Küken benötigen beispielsweise mehr Eiweiß, um sich optimal zu entwickeln.

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Zum Futter können Sie ein- bis zweimal pro Woche auch gekochte Eier (klein geschnitten) oder etwas Naturquark unter das Kükenfutter mischen.

Die Küken benötigen ebenfalls ständigen Zugang zu frischem Wasser. Verwenden Sie eine flache Wasserschale, sodass die Küken problemlos an das Wasser herankommen. Die Wasserschale sollte nur zu maximal 1 cm befüllt sein, da ansonsten die Gefahr besteht, dass die Küken ertrinken.

Wann kann die Glucke mit Küken zu den anderen Hühnern?

Im Alter von ca. acht Wochen sind die Küken vollständig gefiedert und groß genug, um gemeinsam mit den anderen Hühnern zu leben. Selbstverständlich werden sie zusammen mit der Glucke zu den anderen Hennen gelassen.

Die Kleinen können sich zu diesem Zeitpunkt zwar bereits gut gegen die anderen Hühner durchsetzen. Dennoch kann es zu Attacken der anderen Hennen auf die Küken kommen. Sie sollten dies beobachten und ggf. schnell eingreifen, ehe eines der Küken oder der Hühner ernsthaft verletzt wird.

Übrigens kann es passieren, dass Küken, die per Kunstbrut zur Welt gekommen sind, sich weniger gut gegen die anderen Hühner durchsetzen können. Dies liegt daran, dass Küken aus der Naturbrut von ihrer Mutter „auf das Leben vorbereitet werden“. Sie lernen, gefährliche Situationen zu erkennen und entsprechend zu handeln. Küken aus Kunstbrut lernen dies nicht, sodass sie Gefahren weniger gut einschätzen können. Auch sie dürfen jedoch in einem Alter von ca. acht Wochen zu den anderen Hühnern gesetzt werden.