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Zwerg-Seidenhühner

brütet gerne, zutraulich, robust, friedlich

Zwerg-Seidenhühner

Steckbrief: Zwerg-Seidenhühner

Eier

30 g

Farbe der Eier: Chremfarben

Mindestgewicht für Bruteier

28 g

Legeleistung

80 Eier / Jahr

Gewicht Hahn und Henne

Huhn: < 0,5 kg, Hahn: < 0,6 kg

Brutlust

100 %

Platzbedarf

20 %

Hinweis

Ehemals galten Seidenhühner als Zwerghühner, da sie für Großrassen sehr leicht ausfallen. Das änderte sich, als der Niederländer Van’t Wout um 1960 Zwerg-Seidenhühner aus der Großform erzüchtete. Diese Zwerghühner erfreuten sich schnell großer Beliebtheit und werden inzwischen in mehreren interessanten Farbschlägen gezüchtet. Die weißen und schwarzen kommen sehr häufig vor.

Wie auch die Großrasse sind Zwerg-Seidenhühner regelrecht brutwütig. Sie werden teils als Gartenhühner, teils auch als Leihhennen für brutfaule Rassen eingesetzt und geschätzt.

Haltung

Die taubengroßen Zwerg Seidenhühner sind sehr einfach in der Haltung, wenn ein paar Besonderheiten beachtet werden.

Besonderheiten:

  1. Der Hühnerstall muss vor Nässe und Wind geschützt sein sowie der Freilauf erreichbare Unterstände bieten soll, wenn er nicht komplett überdacht wird. Denn das zerschlissene Gefieder saugt sich bei Regen schnell mit Wasser voll. Wenn es kalt und im schlimmsten Fall auch zugig ist, unterkühlen Seidenhühner erkranken.
  2. Die Rasenfläche soll kurz gehalten werden, damit Morgentau und Regennässe nicht zum Problem werden. Zudem darf keine Stelle vom Gehege während einer Regenphase versumpfen. Das Wasser muss also gut ablaufen oder einsickern können. Die Nässe haftet direkt an den Beinfedern und sort so für feuchte und verschmutzte Federn an den Füßen.
Besonderheiten der Seidis

Freilauf

Seidenhühner lassen sich sehr gut im Freilauf halten. Für Schlechtwetter oder zum Schutz vor Raubtieren wäre es jedoch gut, wenn ein Teilbereich eingezäunt und mit durchsichtigen Hohlkammerplatten überdacht wird.

Wie auch bei anderen Zwerghühnern oder Glucken mit Küken muss sehr darauf geachtet werden, dass neben Füchsen, Mardern und Raubvögeln auch Katzen nicht zur Gefahr werden.

Hühnerstall

Auch im Hühnerstall muss sehr auf die Hygiene geachtet werden, da Seidenhühner ihre Legenester und auch Schlafstellen am Boden bevorzugen. Selbst niedrige Sitzstangen werden meist gemieden, da die Zwergseidis lieber dicht beisammen sitzen und das Gefieder pflegen.

Für die bessere Hygiene hat sich ein Einstreu aus einem Gemisch aus Kleintierspänen, Sand und mittelgroße Buchenholzstückchen bewährt. Das Buchenholz zieht die Feuchtigkeit auf. Ein regelmäßiges Reinigen bleibt unerlässlich.

Kälte macht Seidenhühnern wenig, aber die Großform stammt aus der Region des Himalayas, wo zugleich die Luft sehr trocken ist. Seidenhühner und auch ihre Zwergform mögen also keine nasse Kälte und laufen nicht gerne durch Schnee.

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Platzbedarf

Gerade Zwerg-Seidenhühner sind bereits mit kleinen Gärten und Hühnerställen zufrieden, sie brauchen nicht viel Fläche. Da Zwerg Seidenhühner wegen ihres zerschlissenen Gefieders nicht fliegen können, reicht eine Zaunhöhe von 70 bis 80 cm bereits aus. Aufgrund der geringen Größe sind 10 m² als Freilauffläche für fünf Hühner zur Not genügend, mehr ist jedoch immer besser.

Einige Züchter berichten, dass Zwerg-Seidenhühner sehr gerne erhöhte Stellen aufsuchen. Sie ruhen und beobachten dort gerne das Umfeld. Es kann sich um dickes Kaminholz, Steine oder auch große Blumentöpfe mit Kies handeln.

Futter und Ernährung

Neben etwas Grit und ihren Körnern wollen die Zwergseidis auch Grünfutter, geeignete Gemüse- und Obstreste sowie ein paar Kleinsttiere vorfinden. Wenn es der Auslauf hergibt, kann die Körnerfütterung reduziert werden. Sonst soll ab und an etwas geeignetes Frischfutter im Freilauf landen.

Zwerg-Seidenhühner mit anderen Rassen zusammen halten

Die Hennen fühlen sich auch ohne Hahn wohl, als Minimum müssen jedoch wenigstens vier Hennen gewählt werden. In größeren Gruppen bleiben selbst die Hähne friedlich, solange die Hennen zahlenmäßig deutlich überwiegen. In Herden bilden sich lockere Großfamilien mit wechselnden Hennen.

Eine Hackordnung wird kaum ausgelebt. Lieber liegen die Hühner zusammen, pflegen ihr Gefieder und verständigen sich durch leises glucksen. Insgesamt handelt es sich um eine gute Hühnerrasse für Anfänger oder auch Familien.

Zwerg Seidenhühner scheinen im Gesamtwesen das Kindchenschema zu treffen, weswegen sie auch bei den Kleinen ganz groß ankommen. Wer Leckereien wie Mehlwürmer anbietet, dem fressen die Hühner aus der Hand und werden besonders schnell zahm.

Eier und Legeleistung

Die Legeleistung der Zwerg-Seidenhühner fällt dürftig aus. Die geringe Legeleistung ist für brutfreudige Hühnerrassen jedoch normal. Zwerg Seidenhühner übertreffen in diesem Punkt selbst ihre Großform, die bereits für ihre Brutlust bekannt ist. Es kann bereits störend wirken, wenn die Hennen ständig auf ihrem Gelege sitzen.

Die Legesaison der Zwerg-Seidenhühner beginnt ab Mitte Dezember, die Zwergseidis legen überwiegend im Winter und Frühjahr. Sie brüten jedoch bei jeder Gelegenheit, auch wenn es im Jahresablauf bereits sehr spät ist. Allein das schnelle Leeren der Nester kann die Hennen vom Brüten abhalten, Gelege mit 6 bis 10 Eiern wirken wie ein Magnet auf sie.

Die Hennen legen rund 80 weiße bis cremefarbene Eier im ersten vollen Legejahr. Sie Beginnen mit dem Legen der rund 30 Gramm schweren Eier im Alter von sechs Monaten. Die Eier wiegen 30 bis 40 Gramm, wobei das Mindestgewicht für Bruteier bei 28 Gramm liegt.

Küken

Seidenhühner und auch ihre Zwergform werden gerne als Leihhennen eingesetzt. Sie brüten die Eier unabhängig zur Größe aus und kümmern sich auch um Küken von schweren Rassen sehr gut. Selbst die nicht brütenden Hennen beteiligen sich an der Aufzucht der Küken, Seidenhühner sind insgesamt sehr friedlich und verträglich untereinander. Es bilden sich ganze Gruppen aus Hennen und vielen Küken.

Zwerg-Seidenhühner Küken

Die Zwerg-Seidenhühner Küken profitieren durch die gemeinschaftliche und fürsorgliche Aufzucht. Der Halter muss lediglich darauf achten, dass die Küken zuerst in einem geschützten Bereich bleiben und sich befiedern, bevor sie in ihren Auslauf dürfen. Küken der Zwerg Seidenhühner brauchen für wenigstens 6 Wochen eine wärmende Glucke oder andere Wärmequelle.

Die Küken der Zwerg Seidenhühner unterscheiden sich in der Aufzucht nicht wesentlich zu den Küken anderer robuster Rassen, sie haben jedoch die besseren Glucken. Eine Besonderheit wäre jedoch die verkürzte Brutzeit, die verschiedene Züchter beobachten. Je nach Wetterlage schlüpfen die Küken bereits nach 19 oder 20 Tagen, obwohl für Haushühner ansonsten fest mit 21 Tagen kalkuliert wird.

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Die Geschlechter der Seidenhühner lassen sich zuerst nur raten. Hennenküken haben häufig runde und größere Federschöpfe. Bei Hahnenküken sind diese eher spitz und ein erster Ansatz vom Kamm zeigt sich. Ab einem Alter von 5 Monaten lässt sich das Geschlecht sicher bestimmen.

Farbschläge

Anerkannte Farbschläge:

  • weiß
  • schwarz
  • blau
  • gelb
  • wildfarbig
  • silber-wildfarbig
  • perlgrau
  • splash

Jeweils mit und ohne Bart anerkannt.

Zwerg-Seidenhühner kaufen

Möchte man Zwerg-Seidenhühner kaufen, wird es dem Anfänger nicht ganz leicht gemacht. Da normalgroße Seidenhühner, im Verhältnis zu anderen Hühnerrassen, bereits sehr klein sind, werden diese häufig als Zwerg-Seidenhühner angeboten. Jedoch sind Zwerg-Seidenhühner nochmals deutlich kleiner und leichter. Daher ist speziell beim Kauf von Küken Vorsicht angebracht: Man sollte auf jeden Fall die Alltiere zu Gesicht bekommen, um sich zu vergewissern, dass es sich wirklich um Zwergseidis handelt.

Gerade als Einsteiger in die Hüherhaltung kann eine Glucke mit 4-6 Küken ein spannender Einstieg sein. Die Glucke kümmert sich so hervorragend um die winzigen Küken, sodass selbst Halter ohne Erfahrung die Küken großziehen können. Erster Ansprechpartner vor dem Kauf kann der „SV der Züchter der Seidenhühner und Zwerg-Haubenhühner“ sein. Hier vermittelt man gerne den Kontakt zu Züchtern.

Gut zu wissen

  • Seidenhühner sind eine sehr alte Hühnerrasse, deren Ursprünge bislang nicht exakt geklärt werden konnten. Eine Vermutung lautet, dass sie auf eine Wildhuhnart aus dem Himalaja zurückgehen, die vor etwa 4000 Jahren von Mongolen domestiziert wurde.
  • Der Name „Seidenhuhn“ ist naheliegend. Das zerschlissene Gefieder fühlt sich wie Seide an. Es ist weich wie Kaninchenfell.
  • Bereits 350 v. Chr. erwähnte Aristoteles Hühner, die anstelle der Federn „Katzenhaare“ hatten.
  • Im Jahr 1292 berichtet der venezianische Kaufmann und Reiseschriftsteller Marco Polo, der China und die Mongolei bereiste, von katzenähnlichen Hühnern mit langen Haaren.
  • Der Naturforscher und Schriftsteller Conrad Gessner erwähnt Seidenhühner in seinem Buch aus dem Jahr 1555. Er umschrieb sie als schneeweiße Wollhühner mit schwarzer Haut, welche in China bekannt wären.
  • Seit 1793 gibt es Belege für die Existenz der Seidenhühner in Westfalen, Holland und Burgund, es wird sich um die Großform handeln. Aus dieser Zeit wird zudem überliefert, dass fahrende Schausteller Seidenhühner als Attraktion mitführten. Es wären Kreuzungen aus Hühnern und Kaninchen.
  • Seidenhühner werden damit bereits seit wenigstens 700 Jahren immer wieder in der Literatur erwähnt.
  • Auch wenn Seidenhühner bis 1987 als Zwergrasse galten, gab es bereits eine verzwergte Form, die wieder unterging. Diese wurde zwischen 1879 bis 1922 in der Literatur erwähnt.
  • Die Seidenfiedrigkeit mit ihrem zerschlissenen Gefieder geht auf eine Mutation zurück. Die Federn haben schlaffe Schäfte sowie sich die Federfasern deutlich länger als bei anderen Hühnern ausprägen. Aufgrund der fehlenden Häkchen können die Federfasern keine zusammenhängenden Fahnen bilden, wodurch Seidenhühner komplett flugunfähig sind und höchstens hüpfen können.
  • Neben Seidenhühnern und ihrer Zwergform gibt es noch Japanische Seidenhühner und Siamesische Seidenhühner.
  • Bis auf Siamesische Seidenhühner weisen alle Seidenhühner eine weitere Mutation auf, die zur schwarzen Hyperpigmentierung führt. Die Seidenhühner haben nicht allein eine schwarze Haut, sondern auch schwarzes Fleisch, schwarze Innereien und schwarze Knochen. Auch  H’Mong-Hühner, Schwedische Schwarzhühner und am intensivsten Ayam Cemani weisen diese Mutation auf. Diese wird als Fibromelanosis-Mutation bezeichnet. Das Hühnerfleisch ist in seiner Qualität nicht schlechter, Ayam Cemani werden in der Chinesischen Medizin für stolze Summen gehandelt.
  • Wie auch bei anderen Hühnerrassen ist der blaue Farbschlag spalterbig. Zwei blaue Zwerg Seidenhühner werden 50% blaue und zu jeweils 25% schwarze und helle, also splash-farbene Nachkommen haben.
  • Im Vergleich zu anderen Haushühnern prägen Zwerg Seidenhühner wie auch die Großrasse bereits ab dem Kükenalter ein sehr ausgeprägtes Sozialverhalten aus.
  • Das Gefieder der Seidenhühner würde sich vollsaugen, wenn sie in ein Gewässer fallen. Wenn es einen Gartenteich gibt, soll dieser umzäunt werden oder aber es soll flache und griffige Uferbereiche geben. Steinfolien für Gewässer können auch anderen Tieren sowie Kleinkindern helfen, die ins Wasser fallen.
  • Die Großrasse erreicht mit Hennen 1,1 bis 1,4 und mit Hähnen 1,4 bis 1,7 kg. Abgesehen der Größe unterscheiden sich Zwerg Seidenhühner nicht von dieser Großform.

Die Hühnerrasse Zwerg-Seidenhühner

Ursprünge der Zwerg Seidenhühner

Bereits in der Zeit um 1879 bis 1922 waren Zwerg Seidenhühner bekannt, gingen aber wieder unter. Der Niederländer Van’t Wout erzüchtete erneut Zwerg Seidenhühner aus der Großform um 1960. Selbst wenn Seidenhühner aus der Region von Zentral- bis Ostasien stammen, ist das Ursprungsland der Zwerg Seidenhühner damit die Niederlande.

Entwicklung der Rasse Zwerg Seidenhuhn

Obwohl es Zwerg Seidenhühner noch gar nicht so lange wieder gibt, ist über die Erzüchtung wenig bekannt. Sie wurden aus Seidenhühnern verzwergt und anschließend in verschiedenen Farbschlägen gezüchtet. Von 1977 bis 1979 entstanden wildfarbene, blaue und perlgraue Zwerg Seidenhühner. Zur Entwicklung der bärtigen Varianten flossen Watermaalsche Bartzwerge ein.

Mit 500 bis 600 Gramm handelt es sich um Leichtgewichte unter den Zwerghühnern. Im Grunde genommen sind sie das verkleinerte Ebenbild der Großform, welche bis 1987 selber als Zwerghuhnrasse galt.

Heutige Bedeutung der Zwerg Seidenhühner

Wegen ihrer geringen Größe und der schlechten Legeleistung sind Zwerg Seidenhühner wirtschaftlich höchstens als Leihglucken interessant, gegen Brutmaschinen hätten sie jedoch keine Chance. Also handelt es sich bei Zwerg Seidenhühner um reine Zierhühner. Diese fühlen sich selbst in kleinen Gärten bereits wohl sowie die Hähne eher selten und leise krähen. Damit eignen sie sich für viele Hobbyhalter. Diese lieben die Zwerg Seidenhühner aber auch wegen ihrem zutraulichen Wesen.

Die leicht zähmbaren Hühner fressen aus der Hand, lassen sich gerne hochnehmen und sind richtig flauschig. Dabei erweisen sich diese Zwerghühner als robuster, wie sie äußerlich wirken. Sie werden liebevoll „Zwergseidis“ genannt und kommen bei Kindern richtig gut an.

Aber auch Züchter und Aussteller begeistern sich für Zwerg Seidenhühner. Viele Hühnerrassen legen zwar hervorragend, kommen aber kaum noch in Brutlaune. Wer Naturbrut bevorzugt, hält sich häufig in einem zweiten Bereich einige Seidenhühner für die Nachzucht.

Zuchtbemühungen und Maßnahmen zum Rassenerhalt

In Deutschland werden Zwerg Seidenhühner vom Sonderverein der Züchter der Seidenhühner und Zwerg-Haubenhühner betreut. Aufgrund der regen Nachfrage wurden bereits Kontaktlisten mit Züchtern zusammengestellt.

Nicht allein in Deutschland sind Zwerg Seidenhühner häufig anzutreffen. Auch in anderen Ländern werden in der Erhaltungszucht Rassestandards eingehalten beziehungsweise Leihhennen benötigt.

Zuchtziele der Zwerg Seidenhühner

Henne und Hahn sehen einander sehr ähnlich, die Hennen sind jedoch etwas kleiner und kompakter. Beide Geschlechter wirken mit ihrem breiten Rumpf wie ein abgerundeter Würfel. Der kurze Hals ist voll befiedert. Der Rücken ist ebenfalls kurz und steigt zur Schwanzpartie leicht an. Die waagerechten Flügel sind kurz und breit, die Schultern treten etwas hervor. Die inneren Federn der Flügel sollen beim Hahn nur mit dem letzten Drittel zerschlissen sein. Auch die Hauptsicheln und Steuerfedern vom Hahnenschwanz sind nur zu dem hinteren Ende zerschlissen.

Der Bauch ist wie das ganze Huhn reichlich befiedert. Die volle Brust wird tief getragen. Wegen der kurzen Schenkel und mittellangen Läufe sind Zwerg Seidenhühner kaum mittelhoch im Stand. Die kurzen Schenkel sind reichlich befiedert, die schwarzblauen Läufe aber nur zu einer Seite runter zur Außenzehe. Einige Exemplare sind kaum, andere etwas belatscht.

Seidenhühner haben eine fünfte Zehe, die jedoch gut getrennt von der Hinterzehe ansetzt, sich etwas nach oben biegt und deswegen den Boden nicht berührt. Der Hahn bildet einen breiten, flaumreichen, weichfiedrigen Sattel mit vollem Behang. Der voll ausgeprägte Schwanz wird angehoben getragen.

Zwerg Seidenhühner haben einen zierlichen Kopf mit gerundetem Gesicht. Die runden Kehllappen aus feinem Gewebe und das Gesicht sind schwarz oder schwarzblau. Bei den bärtigen Exemplaren sind die Kehllappen kaum entwickelt und werden vom Bart überdeckt. Dieser besteht ungeteilt aus Backen- und Kehlbart. Der Schnabel ist schwarz, die Augen sind schwarzbraun. Die türkisblauen Ohrscheiben werden klein ausgebildet.

Ein schwarzer Walnusskamm ziert den Kopf der Zwerg Seidenhühner, er wird von einer Querfalte durchzogen. Bei Hähnen ist dieser entsprechend größer. Außerdem ziert ein mittelgroßer, nach hinten weisender Schopf oder eine Haube den Kopf der Seidenhühner. Wie auch bei anderen Haubenhühnern ist der Schopf der Hennen voller und runder, dafür der Kamm jedoch kleiner. Bei Hähnen sind die Schopffedern schmaler und länglicher. Bei Hahn und Henne müssen die Augen frei bleiben.

Alle Farbschläge sind mit sowie ohne Bart zugelassen. Die schwarze Haut sowie das schwarze Innere der Hühner geht auf eine Mutation zurück. Es handelt sich jedoch um eine eigenständige Mutation neben der Mutation zur Seidenfiedrigkeit. Das Federkleid der Strupphühner geht auf eine noch andere Mutation zurück, eine direkte Verwandtschaft zu Seidenhühnern besteht nicht.

Bis auf geschlechtsspezifische Unterschiede gleichen Hennen den Hähnen. Da Hennen geschlechtsspezifisch eine kürzere und weichere Federstruktur als Hähne haben, wirken sie etwas gedrungener.

Kurz und bündig lauten die Zuchtziele:

  • Festigung der Grundform mit üppigem Seidengefieder
  • Förderung des zutraulichen und friedlichen Wesens
  • Erhalt der guten Eigenschaften der Hennen für Brut und Fürsorge
  • Festigung der Vitalität