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Zwerg-Cochin

zutraulich, friedlich, anfängerfreundlich, brütet gerne

Zwerg-Cochin Henne

Steckbrief: Zwerg-Cochin

Eier

Farbe der Eier: Weiß

Mindestgewicht für Bruteier

30 g

Legeleistung

80 Eier / Jahr

Gewicht Hahn und Henne

Huhn: < 0,75 kg, Hahn: < 0,85 kg

Brutlust

100 %

Flugfähigkeit

50 %

Platzbedarf

20 %

Hinweis

Die deutsche Namensgebung „Zwerg-Cochin“ ist irreführend, da diese Urzwerge nicht mit den Cochins verwand sind und es keine Großform gibt. Das Einzige, was beide Rassen eint, ist die äußere Erscheinung als rundlicher Federball.

Diese kleine Zwerghuhnrasse kam erst zum Vorschein, als französische und britischer Truppen im Jahr 1860 den Sommerpalast des chinesischen Kaisers stürmten und zerstörten. Deswegen hießen die Hühnchen zuerst auch Peking-Bantam und werden im Englischen „Pekin Bantam“ und im Französischen „Pékin“ genannt.

Die ersten Peking-Bantams erreichten bereits 1860 als Kriegsbeute das englische Königshaus. Aufgrund der wenigen Exemplare konnte eine Inzucht nur durch das Einkreuzen anderer Zwerghühner umgangen werden.

Haltung

Die ruhigen und leicht zähmbaren Federbälle sind reine Zierhühner für den Garten, die Voliere oder für Ausstellungen.

Cochin Huhn

Sie benötigen nur wenig Grundfläche, die Hähne krähen vergleichsweise leise und gerade ältere Hühner bewegen sich nicht mehr viel. Deswegen muss es im strukturierten Freilauf überall Deckung und Wassertränken geben. Zwerg-Cochins werden sonst zur leichten Beute, da sie bei der Flucht nicht glänzen.

Die gemütlich wirkenden Zwerghühner fliegen kaum, obwohl sie es könnten. Eine Einfriedung von nur einem Meter Höhe reicht im Normalfall bereits, um Zwerg-Cochins in ihrem Freilauf zu behalten.

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Charakter

Die kleinen Federbälle werden meist 5 bis 6 Jahre alt, manchmal auch bis 8 Jahre.

Es handelt sich zwar um sehr leichte Zwerghühner, doch diese legen sich auch mit größeren Hühnern an und können sehr energisch sein. Junghähne werden leider keinen Streit meiden und bei einigen Zuchtlinien können die Hähne auch dem Halter gegenüber aggressiv werden.

Das heißt, dass diese Urzwerge sich ausschließlich mit friedlichen Hühnern vergesellschaften lassen oder entsprechend mehr Platz brauchen. Untereinander bleiben Zwerg-Cochins erst nach einem Eingewöhnen friedlich. Für mehrere Hähne soll der Auslauf dennoch groß oder unterteilt sein sowie die Tiere in der Anfangszeit zu beobachten sind.

Federfüße und Untergrund

Ein weiteres Problem der eigentlich leicht zu haltenden Zwerg-Cochin sind der niedrige Stand und die Federfüße. Die Federn vom Bauch und den Füßen streifen über den Boden. Nasser oder schmutziger Untergrund muss deswegen zwingend gemieden werden.

Der Freilauf kann überdacht sein oder aber einen Boden aus Sand oder kurzem Rasen haben. Besser ist, wenn es beide Bereiche gibt und die Hühnchen bei Regenwetter im überdachten Bereich bleiben. Genauso muss die Einstreu sauber und trocken bleiben. Sand oder Hackschnitzel aus Holz eignen sich.

Wegen der üppigen Befiederung können sich leider Parasiten besser verstecken und ausbreiten, weswegen bei den Kontrollen und vorbeugenden Maßnahmen gewissenhafter gearbeitet werden muss.

Hühnerstall

Die Urzwerge werden ihre Sitzstange meist ungenutzt lassen und schlafen lieber in kleinen Gruppen am Bodengrund. Die Federbälle haben ein sehr üppiges, dichtes und weiches Gefieder und können Kälte gut überstehen, brauchen aber dennoch ihren geschützten und frostfreien Hühnerstall. Bei Sommerhitze ist genauso auf die Hühnchen zu achten. Sie brauchen kühle Rückzugbereiche, da sie sonst leider überhitzen.

Futter und Ernährung

Bei der Fütterung wollen Zwerg-Cochins genau wie andere Hühnerrassen Abwechslung. Einige Körner, etwas Grünfutter, ein paar Tierchen im Freilauf und etwas Grit als Kalkquelle werden meist bereits genügen.

Futter für die Zwerg Cochin

Bei der Eingewöhnung können Leckerchen wie Apfelstücke, Salatblätter, ein paar Kleintiere oder Stücke vom gekochten Ei hilfreich sein. Die einmal gezähmten Zwerghühner können zu anhänglichen Streichelhühnern werden. Wenn den kleinen Urzwergen etwas nicht passt, können sie dennoch sehr energisch ihren Willen durchsetzen.

Eier und Legeleistung

Die Legeleistung der Zwerg-Cochins wird für das erste volle Legejahr mit 80 braunen Eiern angegeben, die jeweils rund 30 Gramm wiegen.

Darauf sollte sich der Halter nicht verlassen.  Selbst ohne passendes Legenest geraten die Hennen in Brutstimmung und hören nicht mehr auf, ihr Nest zu bewachen. Aufgrund der leichten Eier ist diese Rasse für die Produktion von Eiern ohnehin uninteressant.

Die Hennen fangen im Frühjahr mit dem Legen an und machen eine Winterpause. Junghennen legen ihr erstes Ei im Alter von 8 bis 10 Monaten. Wer für Bruteier eine gute Befruchtungsrate wünscht, muss den Hennen die Federn um die Kloake sehr kurz stutzen.

Küken

Die Küken der Zwerg-Cochins sind vital, aufgeweckt und neugierig. Sie müssen im geschützten Bereich aufgezogen werden und eine Wärmequelle haben. Das kann am besten die Henne sein, die sich um die Küken kümmert und ca. 12 Wochen lang führt.

Zwerg-Cochin Küken mit Henne

Im Freilauf können Steinchen und Stöckchen zum Spielzeug der Küken werden. Wenn diese gut befiedert sind, können sie bei gutem Wetter am Tag in einen größeren Außenauslauf, die Henne wird die Küken vor Gefahren schützen.

Zwerg-Cochin Hennen nehmen auch fremde Küken an. Sie ziehen selbst Küken von Enten oder Fasanen auf. Dabei bilden die Hennen gerne Gruppen, um ihre Küken gemeinsam zu bewachen. Sie verteidigen ihren Nachwuchs energisch gegen jeden Fremdling.

Das Geschlecht der Küken lässt sich erkennen, wenn der Kamm sich hervorbildet. Bei Hähnchen geht es früher los sowie der Kamm leuchtender und größer hervortritt. Außerdem sind die Federn beim Sattel spitz zulaufend, bei Hennen rund.

Farbschläge

Anerkannte Farbschläge:

  • Gelb
  • Schwarz
  • Weiß
  • Blau
  • Rot
  • Perlgrau
  • Schwarz-Weißgescheckt
  • Goldhalsig
  • Blau-Goldhalsig
  • Silberhalsig
  • Gesperbert
  • Gelb-Gesperbert
  • Perlgrau-Gesperbert
  • Kennfarbig
  • Braun-Gebändert
  • Silberfarbig-Gebändert
  • Birkenfarbig
  • Gold-Weizenfarbig
  • Silber-Weizenfarbig
  • Weiß-Schwarzcolumbia
  • Weiß-Blaucolumbia
  • Gelb-Schwarzcolumbia
  • Gelb-Blaucolumbia
  • Gold-Porzellanfarbig

Anerkannt mit glattem oder gelocktem Gefieder. Die TGRDEU listet für das Jahr 2016 nur für diese Farbschläge Züchter mit gelockten Zwerg-Cochins: Schwarz, Weiß, Blau, Gelb, Schwarz-Weißgescheckt, Gelb-Gesperbert, Perlgrau, Rot und Gold-Weizenfarbig

Zwerg-Cochin kaufen

Dem zukünftigen Halter machen es die Zwerg-Cochin Hühner einfach. Zum einen findet man sie häufig auf Kleintiermärkten, zum anderen bietet die enorme Brutlust einen Vorteil: Es bietet sich gerade für Familien mit Kindern an, eine Glucke mitsamt den 6 bis 12 Küken zu übernehmen. So werden die Küken liebevoll von der Glucke umsorgt und beschützt und wachsen natürlich auf.

Ist man auf der Suche nach einem speziellen Farbschlag, so hilft der „Internationaler Sonderverein zur Erhaltung der Zwerg-Cochin“ auch Anfängern gerne weiter und vermittelt zwischen Züchter und angehendem Halter.

Gut zu wissen

  • Wegen der ähnlichen Körperform galten Zwerg-Cochins nicht nur in Deutschland lange Zeit als die Zwergform der Cochin. Es wurde angenommen, dass Zwerg-Cochins durch Inzucht kleiner Exemplare bei knapper Fütterung entstanden. Beide Rassen entspringen zwar dem Urahn Bankivahuhn, sind aber nicht direkt miteinander verwand. Zwerg-Cochins werden deshalb zu den Urzwergen gerechnet, die nicht einer Großrasse entspringen.
  • Erstmals in Deutschland erstellte Heinrich Marten (vermutlich im Jahr 1895) eine Rassebeschreibung der Zwerg-Cochin und erwähnte, dass diese in sämtlichen Farbschlägen der Großform in ihrer Qualität kaum nachstehen. Der Name und damit die Verwechslung „Zwerg-Cochin“ hatte sich zu dem Zeitpunkt in Deutschland etabliert. Vorher war auch der Name Peking-Bantam gebräuchlich.
  • Der deutsche „internationale Sonderverein zur Erhaltung der Zwerg-Cochin“ erklärt, dass Zwerg-Cochin wohl die älteste asiatische Zwerghuhnrasse ist. Diese habe in etwa das Alter der japanischen Chabos.
  • Zwerg-Cochins werden vermutlich seit Jahrhunderten nach festgelegten Idealvorstellungen gezielt gezüchtet. Sie lebten von der Außenwelt versteckt im kaiserlichen Sommerpalast nördlich von Peking. Dieser wurde im Jahr 1709 auf einer Grundfläche von rund 350 ha errichtet. Es waren rund 140 Gebäude in einer weiten Gartenlandschaft.
  • Aufgrund der Erscheinung tragen Zwerg-Cochins den Spitznahmen „Federball“ oder „rollender Federball“.
  • Im Vergleich zur Großrasse Cochin sind Zwerg-Cochins beliebter und damit häufiger in Gärten ober bei Züchtern und Ausstellern zu finden.
  • Einigen Züchtern der Zwerg-Cochins bereitet es Unbehagen, dass immer weitere Farbschläge erzüchtet werden. Für Hobbyhalter mag das interessant sein. Wenn aber nicht genug Züchter gewissenhaft an der Erhaltungszucht arbeiten, ist diese bei einer Rasse mit vielen Farbschlägen um so schwerer zu bewerkstelligen.

Die Hühnerrasse Zwerg-Cochin

Ursprünge der Zwerg-Cochins

Die Zwerg-Cochins stammen aus den Palastanlagen des chinesischen Kaisers. Erst mit der Zerstörung durch englische und französische Truppen im Jahre 1860 wurden diese Urzwerge außerhalb des Sommerpalastes bekannt. Wie diese Zwerghühner in den Palast nördlich von Peking gelangten oder aus welchen Rassen sie erzüchtet wurden, kann bis heute nicht abschließend geklärt werden. Die Zierhühner durften sich anscheinend sehr frei in den Palastgärten bewegen und waren beliebter, als anderes Federvieh.

Entwicklung der Rasse Zwerg-Cochin

Mit der Zerstörung des Sommerpalastes des chinesischen Kaisers wurden die entdeckten Zwerg-Cochins zusammen mit Pekinesen-Hündchen direkt im Jahr 1880 als Kriegsbeute zum englischen Königshof gebracht.

Die Hühnerzucht war bereits ab 1860 eine um sich greifende Modeerscheinung, die von der englischen Königin Viktoria ausging. Direkt in London erweckten die einmalig wirkenden gelben Federbälle großes Aufsehen und wurden vermehrt. Deswegen verbreiteten sich diese Hühnchen sehr schnell auch in anderen Ländern mit anderen Zuchtzielen. Heute wird von der englischen und amerikanischen Linie gesprochen. Die englische Linie liegt vermutlich dichter an den ursprünglichen Zwerg-Cochins.

Die ersten Exemplare wurden in England im Jahre 1883 ausgestellt. 1885 kamen im Januar aus Ostindien 12 frische gelbe Peking-Bantam in London an, wie sie damals noch hießen. Die Hühnerzüchter Entwisle und Walton teilten sich die 12 Exemplare auf und begannen die Zucht.

Mit den wenigen Exemplaren stellten sich schnell Inzucht-Defizitte ein. Deswegen wurden weiße Vorläufer der federfüßigen Zwerghühner und lederfarbene Zwerghühner der Rassebezeichnung Nanking-Bantam eingekreuzt. Damit wurden direkt weitere Farbschläge erzüchtet, einige Rassemerkmale gingen vermutlich bereits unter. Ursprüngliche Zwerg-Cochins waren tendenziell größer, etwas aufrechter in ihrer Haltung und die Federn waren etwas härter. Die einstigen Peking-Bantams wirken auf alten Abbildungen durchaus rundlich, aber noch nicht wie geschlossene Federbälle.

Bereits im Jahr 1886 gelangten die ersten Peking-Bantam nach Deutschland. Der Dresdener Hofdruckereibesitzer Max Richard Liepsch erstand einen Hahn und eine Henne für den horrenden Preis von 1200 Mark. Noch im selben Jahr stellte er die Hühner auf einer Leipziger Schau als gelbe Zwerg-Cochin aus englischer Zuchtlinie vor. Diese Summe war einst ein großes Vermögen, umso größer war der Unmut, als das Hähnchen bald starb. Doch Alfred Beeck, Direktor der Lehr- und Versuchsanstalt in Halle-Cröllwitz, erstand glücklicherweise Bruteier. Fünf Küken schlüpften und konnten heran gezogen und an Max Liepsch verkauft werden, womit die deutsche Zucht begann. Die Ausgangstiere waren bereits Bastarde und nicht mehr reinerbige Tiere aus Asien.

Vermutlich um 1890 gelangten erste Zwerg-Cochin in die Schweiz. Bereits im Jahr 1921 legten sich viele Züchter auf das Zuchtziel fest, dass Zwerg-Cochins wie Federbälle wirken sollen.

Heutige Bedeutung der Zwerg-Cochins

Auch heute sind Zwerg-Cochins wie einst im kaiserlichen Sommerpalast reine Zierhühner. Doch inzwischen gibt es sie in Deutschland mit wenigstens 24 anerkannten Farbschlägen, alle  mit glattem, einige auch mit gelocktem Gefieder. Die kleinen Federbälle finden in vielen Ländern ihre Anhänger und werden liebevoll gezüchtet. Für Aussteller handelt es sich jedoch um eine anspruchsvolle Hühnerrasse. Nicht allein wegen der Optimierung der Zuchtlinie, sondern auch wegen der Federhygiene.

Für Privathalter sind diese Urzwerge perfekte Zierhühner für den kleinen Familiengarten oder die Voliere. Die Federbälle bewegen sich mit ihren belatschten Füßen nicht ganz so flink und strahlen deswegen Ruhe aus. Die ausgeglichenen Zierhühner lassen sich leicht zähmen, brauchen nicht viel Auslauf und sind dadurch umso beliebter.

Die Zentrale Dokumentation Tiergenetischer Ressourcen in Deutschland zählt für das Jahr 2016 bei 386 Züchtern 2140 Hennen und 765 Hähne als Zuchttiere mit glattem Gefieder. Diese verteilen sich auf 25 Farbschläge. Bei den gelockten Zwerg-Cochin sind es nur 120 Hennen und 43 Hähne bei 24 Züchtern. Diese verteilen sich auf neun Farbschläge, keiner kommt über 40 Zuchttiere. Aber auch bei den Varianten mit glattem Gefieder kommen einige Farbschläge nicht über 40 Zuchttiere hinaus.

Zuchtbemühungen und Maßnahmen zum Rassenerhalt

Bereits am 12.01.1929 wurde in Deutschland der Sonderverein als Zwerg-Cochin-Züchter-Klub gegründet. Es handelt sich heute um den „Internationalen Sonderverein zur Erhaltung der Zwerg-Cochin“. Hier organisieren sich Züchter sowie Interessierte sich informieren können.

Auch in anderen Ländern gibt es Züchtervereinigungen, die einen Rassestandard einhalten, ein Zuchtbuch führen und damit auch Zuchttiere tauschen. Der „Zwerg-Cochin Klub Schweiz“ hat sich am 19.05.2006 gegründet. Zu den ersten Mitgliedern gehören einige Züchter, die bereits über Jahrzehnte Zwerg-Cochins züchten.

Auch in diesen Ländern gab oder gibt es Klubs oder Vereine, die sich den Zwerg-Cochins widmen: England, Australien, Belgien, Frankreich, Italien, Niederlande und die USA. England kann als das zweite Ursprungsland dieser Zwerghuhnrasse genannt werden, hier gelten eigene Standards.

Zuchtziele der Zwerg-Cochins

Die leichten Zwerg-Cochins wirken mit ihrem üppigen Gefieder voller und vor allem runder, als sie eigentlich sind. Dennoch handelt es sich um ein robustes und massiges Hühnchen mit tiefem Stand, das einen gedrungenen Körper mit breiter Brust ausbildet, den es immer etwas nach vorne neigt. Der breite Rücken steigt zum Schwanz kurz an und ist optisch kaum sichtbar. Der üppige Halsbehang geht direkt in den Sattelbehang über, der wiederum so üppig ist, dass er optisch zum Schwanzgefieder gerechnet werden kann. Die gebogenen Sicheln des Hahnenschwanzes bilden ihren höchsten Punkt über der Kruppe zum Ende vom Rumpf aus. Der Kopf schließt im Stand fast auf Höhe dieser Kruppe ab.

Der kurze, aber buschige Schwanz, die volle Halsbefiederung sowie der niedrige Stand mit dem schon fast über dem Boden schleifenden Bauch lassen das Zwerg-Cochin wie einen rollenden Federball mit belatschten Füßen und Kopf wirken. Genau diese Erscheinung ist eines der entscheidenden Zuchtziele.

Die fest anliegenden kleinen breiten Flügel gehen im üppigen Federkleid optisch unter. Bei den Hennen zeichnet sich höchstens die Unterlinie vom anliegenden Flügel ab, beim Hahn wird alles vom abfallenden Sattelbehang verdeckt. Die kurzen Schenkel sind unter dem üppigen Gefieder mit Kissen- und Stulpenbildung ebenfalls verschwunden. Wegen der Federfüße, bei denen auch die Außen- und Mittelzehe der vier Zehen befiedert ist, werden schwärzliche oder grünliche Läufe häufig übersehen. Die kurzen Läufe müssen gelb sein. Die Befiederung der Belatschung ist gerader und härter, als das übrige Federkleid. Hähne bilden am Sattel schmalere Federn als Hennen, woran bereits heranwachsende Küken unterschieden werden können.

Zwerg-Cochins haben einen relativ kleinen Kopf. Beim Hahn ist der einfache und mehrfach deutlich gezackte Stehkamm gut zu sehen, bei Hennen geht dieser weitgehend unter. Die in etwa gleichlangen Ohr- und Kehllappen sind rot. Letztere sind aus dünnem Gewebe mit gerundeten Linien. Das Gesicht ist glatt mit einigen Federchen über den rot bis rotorangen Augen. Die Schnäbel aller Zwerg-Cochin gleichen im Farbton den Läufen und sind kurz sowie kräftig ausgebildet.

Bis auf die Belatschung haben Zwerg-Cochins ein sehr weiches, flaumreiches und volles Gefieder mit runden oder gekrümmten Federn. Sie wirken bereits wie ein laufender Federball. Auffallend ist, dass die leichteren Hennen aufgrund der lockeren Befiederung mit ausgeprägtem Sattelkissen größer als Hähne wirken. Außerdem neigen sich Hennen etwas weiter nach vorne.

Eine Besonderheit der Zwerg-Cochins ist das Gefieder. Viele Farbschläge gibt es in glatt und gelockt. Bei den Gelockten drehen sich die Enden der Deckfedern mit mindestens einer halben Umdrehung nach oben. Der dichte Halsbehang formt bereits eine Krause. Außerdem sind die Fahnen der gelockten Federn breiter als bei den Varianten mit anliegendem Gefieder. Teils wird erklärt, dass nur fünf der Farbschläge in Deutschland auch mit gelocktem Gefieder anerkannt sind. Andere Quellen besagen, dass alle Farbschläge in glatt oder gelockt anerkannt werden. Genauso wird meist von 24, teils aber auch von weiteren anerkannten Farbschlägen gesprochen. An dieser Stelle kann von einer anhaltenden Weiterentwicklung gesprochen werden.

Kurz und bündig lauten die Zuchtziele:

  • Festigung der Erscheinung als Federball
  • Erhaltung der Farbschläge
  • Förderung der Vitalität