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Gänsezucht

Die Gänsezucht – das sollten Sie wissen

Gefunden auf: https://www.huehner-hof.com/gefluegel/gaense-halten/gaensezucht/
Es gibt im Wesentlichen zwei Motive, aus denen sich Hobbyhalter für die Gänsezucht entscheiden:
  1. Um den Tieren ein schönes zuhause zu geben, sie zu züchten und gelegentlich ein Gänseei zu genießen.
  2. Um die Gänse später zu schlachten und das Fleisch genießen zu können.

Bei beiden Varianten der Gänsezucht sollten Sie jedoch einiges beachten. Hierzu gehören beispielsweise artgerechte Haltungsbedingungen und die richtige Fütterung.

Wenn die Gänse dauerhaft bei Ihnen leben sollen

Gänse benötigen viel Auslauf und Freiheit. Pro Gans sollten – je nach Größe der Rasse – ca. 90 Quadratmeter Weidefläche sowie mindestens ein Quadratmeter Stallfläche zur Verfügung stehen.

Gänse leben eigentlich monogam

In freier Wildbahn leben Gänse monogam. Dies bedeutet, dass sie lediglich einen Partner haben. Sie gewöhnen sich auch nicht an einen neuen Partner, wenn der bisherige verstirbt.

Gänsezucht als Hobby

In der Gänsezucht stellt dies natürlich ein Problem dar, spätestens, wenn der Ganter keine anderen Gänsefrauen begatten möchte. Deshalb sollten Sie diesen Umstand von Anfang an berücksichtigen und dafür sorgen, dass der Ganter schon in einem jungen Alter mit möglichst vielen Damen zusammen ist.

Welche Gänserasse ist die richtige für mich?

Gänse lieben ihre Freiheit und versorgen sich gerne selbst. In der Regel stellt die Gänsezucht daher keinen enormen Aufwand dar. Dennoch gibt es einige Rassen, die pflegeleichter sind als andere. Hierzu gehören beispielsweise die Emdener Gans, die Pommersche Gans, die Bayerische Landgans, die Tschechische Gans und die Fränkische Gans.

Diese Rassen sind mittelgroß bis groß und schwer. Sie gelten als robust und anspruchslos.

Die Verpaarung der Gänse

In den Monaten September und Oktober finden sich normalerweise die neuen Pärchen. Diese sind in den Monaten Januar und Februar paarungsbereit.

Bereits kurz danach werden Sie bemerken, dass sich die Gans in ihr Nest zurückzieht und Eier ablegt. Gerade der Nestbau kann sich jedoch als Herausforderung erweisen, denn die Gänse lassen sich nicht immer dort nieder, wo Sie es gerne hätten. So kann es sein, dass die Gans ihr Nest im Freien errichtet. Dies kann zu einem Problem werden, denn vor allem nachts schleichen sich gerne Fressfeinde an.

Sorgen Sie deshalb dafür, dass die Gänse im Stall einen ruhigen Nistplatz erhalten, den sie so toll finden, dass sie gar nicht auf die Idee kommen, sich irgendwo ein anderes Nest zu bauen. Gänse bevorzugen einen ruhigen, mittelmäßig dunklen Platz und eine dicke Schicht Stroh. Futter und Wasser sollten Sie in unmittelbarer Nähe zum Nest aufstellen.

Gänsenest mit Eiern

Einige Gänse legen mehr als 15 Eier im Nest ab. Dies geschieht jedoch über einen längeren Zeitraum hinweg, denn die Gans legt nur etwa jeden zweiten Tag ein Ei. Deshalb müssen Sie sich für die Gänsezucht ein wenig gedulden.

Entnehmen Sie die Eier aus dem Nest und lassen Sie lediglich das erste Ei, das sogenannte „Blind-Ei“ darin liegen. Erst kurz vor Brutbeginn legen Sie ca. 10 Eier wieder in das Nest und nehmen gleichzeitig das Blind-Ei heraus, sodass die Brut beginnen kann. Bis dahin bewahren Sie die entnommenen Eier in einem dunklen Raum bei einer Temperatur von ca. 10 Grad auf. Es ist wichtig, die Eier einmal am Tag zu wenden.

Sie erkennen die Brutwilligkeit einer Gans übrigens daran, dass Sie sich Federn ausrupft und diese zur Polsterung des Nestes verwendet.

Der Schlupf der Gänseküken

Die Brutzeit dauert bei Gänsen bis zu 31 Tage, wobei Sie sich ab dem 28. Tag auf Nachwuchs freuen dürfen.

Mit der Aufzucht der Gössel beginnen Sie ab dem zweiten Tag nach dem Schlupf. Bis dahin ernähren sich die Kleinen vom Dottersack aus dem Ei.

Gänseküken Aufzucht

Ab dem zweiten Tag benötigen die Gössel frisches Grünfutter und kleine Körner, die am besten gequollen sein sollten. Achten Sie außerdem darauf, dass die Kleinen jederzeit ausreichend Wasser zur Verfügung haben.

Wenn Sie die Gänse schlachten möchten

Wann sind Gänse schlachtreif?

Möchten Sie die Gänse schlachten, müssen Sie im Zeitraum zwischen der 20. bis maximal zur 32. Lebenswoche zur Tat schreiten. Eher sollten Sie die Tiere bei der Gänsezucht nicht schlachten, da sie dann meist noch nicht das gewünschte Gewicht erreicht haben. Das spätere Schlachten empfehlen wir ebenfalls nicht, denn das Fleisch nimmt geschmacklich ab, je älter die Gänse sind.

Wann sind Gänse schlachtreif

Das sollten Sie bezüglich der Gänsemast beachten

Wenn Sie die Gänse zum Schlachten halten möchten, müssen Sie bereits etwa ab der zweiten Lebenswoche mit der Fütterung von Aufzuchtfutter beginnen. Dieses Gänseaufzuchtfutter, welches Sie beispielsweise im Landhandel erhalten, sollte keine Kokzidiostatika enthalten.

Sie können das Aufzuchtfutter auch selbst herstellen. Folgende Zutaten sind notwendig:
  • Weizen
  • Mais
  • Gerste
  • Eiweiß (beispielsweise Sojaeiweiß, Kartoffeleiweiß oder Molkepulver)
  • Sojaöl, um das Futter „geschmeidiger“ zu machen

Damit die Tiere nicht nur schnell an Gewicht zunehmen, sondern auch gesund bleiben, sollten sie täglich frisches Grünfutter erhalten. Dieses versorgt sie mit ausreichend Vitaminen und Mineralstoffen.

Etwa ab der dritten Woche können die Gänse auf die Weide gelassen werden, wo sie sich auch selbst mit Grünfutter und Insekten versorgen. Dennoch ist es ratsam, ihnen abends eine zusätzliche Getreidemischung anzubieten. Pro Tier reichen 100 bis 200 g Getreide aus.

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Damit die Gänse zum Schlachttermin das angestrebte Gewicht haben, sollten Sie spätestens vier Wochen vor dem Schlachttermin mit der sogenannten Endmast beginnen. Erhöhen Sie die Getreidemenge pro Tier auf das Doppelte.

Zum Schlachttermin werden die Gänse ein Gewicht von ca. sechs bis sieben Kilo haben. Dies entspricht einem reinen Fleischgewicht von drei bis vier Kilo.

Häufige Fragen zum Thema Gänse halten