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Bergische Schlotterkämme

quirlig, kälteunemfindlich, gute Flugfähigkeit, gute Futtersucher

Bergischer Schlotterkamm

Steckbrief: Bergische Schlotterkämme

Eier

55 g

Farbe der Eier: Weiß

Mindestgewicht für Bruteier

55 g

Legeleistung

200 Eier / Jahr

Gewicht Hahn und Henne

Huhn: 1,75 - 2,25 kg, Hahn: 2 - 2,75 kg

Brutlust

20 %

Flugfähigkeit

100 %

Platzbedarf

100 %

Hinweis

Die Namensgebung „Bergische Schlotterkämme“ geht einmal auf den Ort und einmal auf den Hennenkamm zurück. Das „bergische Land“ ist eine Region in NRW mit dem Städtedreieck Wuppertal, Solingen und Remscheid. Es handelt sich um das einstige Herzogtum Berg, welches auch das Tal der Wupper mit etwas Umland einschließt. Hier residierte der Graf von Berg im bergischen Land.

Die Hühnerzucht brachte gleich mehrere bergische Hühner wie den Krüper, den Bergischen Kräher oder eben die Bergischen Schlotterkämme hervor. Die adulten Hennen dieser Rasse bilden den sogenannten „Schlotterkamm“, der mit dem hinteren Teil mal zur einen, mal zur anderen Seite neigt, aber nicht aufliegt. Beim Laufen oder Picken „schlottert“ dieser namensgebende Hennenkamm.

Die selten gewordene und vom aussterben bedrohte Hühnerrasse mit Bewegungsdrang ist robust, legt viele Eier und liefert schmackhaftes Fleisch. Damit ist sie für Selbstversorger mit großem Auslauf optimal.

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Haltung

Im Bergischen Land ist das Wetter rauer als im flacheren Umland. Bergische Hühner im Allgemeinen und damit auch Bergische Schlotterkämme sind sehr robust und anspruchslos.

Auslauf

Sie benötigen allerdings einen großen Auslauf oder besser noch Freilauf. Da diese Hühner sehr gute Flieger sind, wären Zäune mit 2 Metern Höhe kein Hindernis, wenn der Auslauf nicht zugleich mit einem Hühnernetz überspannt wird.

Es wird aber auch berichtet, dass selbst ein niedriger Zaun nach einer Eingewöhnung reicht, vermutlich aber in einem besonders großen Auslauf. Im beengten Raum würden sich diese Hühner unwohl fühlen und sich weniger gut entwickeln.

Wer die Möglichkeit hat, zäunt den Gemüsegarten ein und lässt die Hühner laufen. Bergische Schlotterkämme verfügen über sehr gute Instinkte und werden sich meist retten, wenn Beutegreifer aus der Luft oder am Boden zuschlagen wollen.

Hühnerstall

Wichtig bleibt, dass diese Hühner ihren trockenen, winddichten und insgesamt geschützten Stall haben.

Es wird zwar berichtet, dass Schlotterkämme gerne aufbaumen und auch in den Bäumen schlafen. Der mittelgroße Kamm und die Kehllappen wären im Winter jedoch für Erfrierungen anfällig. Ohne geschützten Stall, der über dem Gefrierpunkt bleibt, geht es nicht.

Unser Tipp

An besonders kalten Tagen können die Kämme und Kehllappen sogar noch mit Melkfett oder säurefreier Vaseline eingerieben werden.

Futter und Ernährung

Wenn Bergische Schlotterkämme im Freien fündig werden, suchen sie eifrig und die Fütterung kann deutlich reduziert werden. Diese soll insgesamt wie für andere Hühnerrassen gestaltet sein. Frisches Grün, Gemüse- und Obstreste, Muschelgrit für die Kalkversorgung in der Legesaison, Körner und eine Eiweißquelle sind die Grundzutaten.

Charakter

Mit etwas Zuwendung lassen sich Bergische Schlotterkämme zähmen, sie werden aber nicht zu Streichelhühnern. Untereinander sind sie sehr friedlich, neigen also nicht zu Kämpfen und sind dadurch in der Haltung einfacher. Dennoch gelten die Hähne als wehrhaft gegenüber Beutegreifern.

Eier und Legeleistung

Über die Legeleistung der Bergischen Schlotterkämme gibt es unterschiedliche Aussagen. Dieses mag daran liegen, dass es nur noch wenige Exemplare gibt und diese nicht alle auf ihrer einstigen Höhe sind. Demnach wird von 160 bis 200 weißen Eiern im ersten Legejahr berichtet. Diese wiegen zuerst 55 Gramm, bei älteren Hennen bis 60 Gramm.

Im Alter von zwei Jahren nimmt die Legeleistung tendenziell ab. Das Mindestgewicht für Bruteier liegt bei 55 Gramm.

Die Hennen fangen nach sechs Monaten mit dem Legen an, die Legesaison beginnt im März und endet im Oktober.

Küken

Wie die adulten Hühner gelten auch die Küken als robust. Dennoch müssen sie zuerst im geschützten Bereich mit Glucke oder Wärmelampe herangezogen werden.

Im Allgemeinen zählen diese Hühner zu den Nichtbrütern. Für Naturbrut sollen die Bruteier also einer Leihhenne untergeschoben werden. Häufig weichen die Züchter auf Kunstbrut aus.

Einige Züchter berichten, dass ihre Hennen brütig werden und sie mit den Küken nach drei Wochen zum Rest der Hühnerherde dürfen. Dort werden die Küken problemlos geduldet.

Wer die Küken erst in der Kükenbox vorzieht, soll Salatstümpfe, etwas Laub oder andere „Spielsachen“ zur Verfügung stellen. Mit genügender Befiederung sind die frohwüchsigen Küken der Bergischen Schlotterkämme robust und vertragen auch mal mäßige Wetterlagen. Es ist auf eine passende Fütterung zu achten, dann ist die Aufzucht vergleichsweise einfach.

Bergische Schlotterkämme kaufen

Hat man sich dazu entschlossen diese Hühner zu halten und möchte Bergische Schlotterkämme kaufen, sollte man sich bereits frühzeitig auf die Suche nach einem Züchter machen. Leider ist diese Hühnerrasse inzwischen sehr selten geworden und man findet nur schwer Halter. Eine Kontaktaufnahme mit der „Vereinigung der Züchter Bergischer Hühnerrassen und deren Zwerge – Kräherzüchtervereinigung seit 1884“ ist daher ratsam. Hier erfährt man ob es Züchter in der Region gibt oder welcher Züchter auch Bruteier versenden würde. Auch viele Tipps zur Rasse bekommt man dort.

Farbschläge

Anerkannte Farbschläge:

  • schwarz
  • gesperbert
  • schwarz-gelbgedobbelt
  • schwarz-weißgedobbelt

Gut zu wissen

  • Die Dobbelung tritt nur bei Bergischen Hühnern auf und ist für diese eine typische Zeichnung. Sie könnte als die gröbste Form einer Säumung gelten und wirkt fleckig. Namensgeber für diese Zeichnung sind die Spielsteine eines Brettspieles, welche Dobbeln heißen.
  • Auch wenn Bergische Schlotterkämme in der Literatur erst ab dem 19. Jahrhundert erwähnt werden, scheinen sie bereits im 18. Jahrhundert als eigenständige Rasse entstanden zu sein.
  • Bergische Schlotterkämme gelten als Zweinutzungshuhn, welches Eier und auch Fleisch liefert. Diese Hühner werden zwar nicht sehr schwer, sind aber besonders schmackhaft.
  • Der ursprüngliche Farbschlag der Bergischen Schlotterkämme ist nur der schwarze, der für seine sehr gute Legeleistung bekannt war.
  • Schwarz-weißgedobbelte waren auch als „Holthauser Schimmel“ oder „Holthäuser Huhn“ bekannt. Sie verbreiteten sich auch in Westfalen und der restlichen Rheinprovinz.
  • Die schwarz-weißgedobbelten gingen 1929 unter. Aus Bergischen Krähern und Thüringer Barthühnern wurde dieser Farbschlag neu erzüchtet. Ein Züchter aus Südwestfalen kreuzte schwarze Schlotterkämme ein, damit diese wenigstens enthalten sind.
  • Die schwarz-weißgedobbelten waren ursprünglich Bergische Kräher mit verlängertem Krähruf. Diese wurden aber nur als schwarz-goldbraungedobbelte anerkannt, womit schwarz-weißgedobbelte ab 1885 zu den Bergischen Schlotterkämmen gezählt wurden. Sie ließen sich in ihrer Ursprungsform wieder etablieren. Die schwarz-goldbraungedobelten Bergischen Kräher haben immer wieder ein paar schwarz-weißgedobbelte unter ihren Nachkommen.
  • Die Gesperberten galten als eigene Rasse und hießen Kuckuckshühner, Leyendecker oder Üllen. Sie hatten kleinere Kämme und Kehllappen und wurden erst zum Ende des 19. Jahrhunderts zu Bergischen Schlotterkämmen dazugezählt. Später ging dieser Farbschlag vollständig in Deutschen Sperbern auf. Neu erzüchtete Gesperberte entspringen den schwarzen Bergischen Schlotterkämmen und Deutschen Sperbern.
  • Im Vergleich zu anderen Rassen sind gesperberte Bergische Schlotterkämme dunkler.
  • Schwarz-gelbgedobbelte entspringen einer Kreuzung aus schwarzen Schlotterkämmen und Bergischen Krähern, womit die eigentliche Rasse immerhin enthalten ist. Auch dieser Farbschlag starb aus und wurde inzwischen neu erzüchtet. Er war einst auch als „Kuchhauser Gelbe“ bekannt.
  • Bereits 1896 waren schwarze, gesperberte, schwarz-gelbgedobbelte und schwarz-weißgedobbelte als Farbschläge bekannt.
  • Einst gab es auch weiße Schlotterkämme, die jedoch verschwanden, als Leghorn Hühner sich durchsetzten.
  • Seit den 1920er Jahren sind Bergische Schlotterkämme mehr oder weniger vom aussterben bedroht oder wurden mit einigen Farbschlägen inzwischen neu erzüchtet. Die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH) kürte diese alte Rasse deswegen im Jahr 2001 zusammen mit Bergischen Krähern, Krüpern und der Bayerischen Landgans zur „Gefährdeten Nutztierrasse des Jahres“.
  • Zum Ende des 20. Jahrhunderts wurden schwarz-weißgedobbelte Bergische Zwerg-Schlotterkämme erzüchtet. Die Ausgangsrassen waren Bergische Zwerg-Kräher und Thüringer Zwerg-Barthühner. Hähne erreichen 900, Hennen 800 und deren Eier 40 Gramm.

Die Hühnerrasse Bergische Schlotterkämme

Ursprünge der Bergischen Schlotterkämme

Bereits vor 1700 hat es im Bergischen Land schwarze, weiße, gesperberte und silber- sowie goldhalsige Landhühner gegeben. Hier ist das Wetter rauer als im Umland. Möglicherweise hat dieser Umstand dazu beigetragen, dass direkt mehrere Hühnerrassen entstanden, zu denen die Bergischen Schlotterkämme gehören. Diese und andere Bergische Hühner zählen zu den ältesten existierenden deutschen Hühnerrassen. Mit dem Alter liegt vieles im Verborgenen und das Entstehungsjahr oder die einfließenden Hühnerrassen lassen sich nicht mehr exakt belegen. Bergische Schlotterkämme galten vermutlich bereits um 1800 als eigenständige Rasse.

Entwicklung der Rasse Bergische Schlotterkämme

Zur Entstehung der Bergischen Kräher gibt es mehrere Theorien. Eine besagt, dass spanische Mönche kamen und ihre Hühner mitbrachten. Zwischenzeitlich gehörte die heutige Niederlande zu Spanien. Dass die Spanier Hühner mitbrachten, erscheint als naheliegend, die Entfernung bis ins Bergische Land ist nicht groß.

Demnach klingt es plausibel, wenn gemutmaßt wird, dass spanische Landhühner mit großen Stehkämmen in die heimischen Bergischen Hühnerrassen einflossen und Bergische Schlotterkämme entstanden. Die heimischen Hühner hatten einst wegen der frostigen Winter kleine Kämme. Das würde erklären, weswegen Bergische Schlotterkämme mittelgroße Kämme haben, die bei den Hennen jedoch an Standfestigkeit einbüßten. Es wird also eine Verwandtschaft zu Bergischen Krähern, Krüpern und Kastalianern vermutet.

Neuere molekulargenetische Untersuchungen belegen zwar eine Verwandtschaft zum Krüper, aber keine zu spanischen Hühnern. Aber auch das kann seine Gründe haben. Eigentlich nur der schwarze Farbschlag ist der ursprüngliche Bergische Schlotterkamm. Die anderen Farbschläge gehörten zu anderen Rassen oder galten als eigenständige Hühnerrasse und wurden zur Vereinfachung zusammengefasst. Diese Linien sind zwischenzeitlich ausgestorben und wurden teils neu erzüchtet. Bergische Schlotterkämme waren schon fast ausgestorben, möglicherweise fanden diese Untersuchungen nicht an ursprünglichen Exemplaren statt.

Letztendlich zählen Bergische Schlotterkämme zu den ursprünglichen Landhühnern mit starken Instinkten. Aus welchen Rassen und wann genau damit Bergische Schlotterkämme entstanden, lässt sich vorerst nicht abschließend klären. Es wäre nicht einmal auszuschließen, dass diese aus rasselosen Bergischen Hühnern weitergezüchtet wurden.

Heutige Bedeutung der Bergischen Schlotterkämme

Anfang des 20. Jahrhunderts zählten Bergische Schlotterkämme zu den besten deutschen Legerassen, sie sind zudem eine der ältesten heimischen Hühnerrassen. Doch bereits kurz nach dem Ersten Weltkrieg waren sie in den 1920er Jahren fast verschwunden, mehrere Farbschläge gingen unter. Diese wurden zum Teil neu erzüchtet. Doch letztendlich ist diese alte Wirtschaftsrasse weiterhin vom Aussterben bedroht.

In den Jahren 2000 und 2005 zählte die Zentrale Dokumentation Tiergenetischer Ressourcen in Deutschland weniger als 200 Zuchttiere. Bis 2009 waren es immerhin über 350. Bereits 2013 lag die Zahl noch bei über 250, die bis 2016 immerhin auf rund 300 Zuchttiere bei 38 Züchtern gesteigert werden konnte. Davon entfallen rund 150 Hennen und Hähne auf die schwarzen und rund 90 auf die schwarz-weißgedobbelten. Von schwarz-gelbgedobbelten gab es 40 und von den gesperberten Exemplaren nur 14 gemeldete Zuchttiere.

Mit dem Jahr 2013 überführte die GEH Bergische Schlotterkämme erneut in Kategorie I der „Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen“. Kategorie I steht für „extrem gefährdet“. Die GEH erklärt zugleich, dass diese seltene Hühnerrasse ohne einen Zuchtring langfristig nicht zu erhalten ist. Dabei wären diese robusten und wirtschaftlichen Zweinutzungshühner perfekt für Selbstversorger in Einsiedlerlage. Sie sind zugleich ein altes und erhaltungswürdiges Kulturgut aus dem Bergischen Land.

Zuchtbemühungen und Maßnahmen zum Rassenerhalt

Bereits im Jahr 1884 hat sich die „Vereinigung der Züchter Bergischer Hühnerrassen und deren Zwerge – Kräherzüchtervereinigung“ gegründet. Hier werden Bergische Kräher, Bergische Schlotterkämme und die verzwergten Formen betreut. Das historische Verbreitungsgebiet ist das Bergische Land, welches heute noch das Kernland ist. Bergische Schlotterkämme finden sich auch in anderen Bereichen von Nordrheinwestfalen, sind ansonsten aber selten.

Bergische Schlotterkämme sind keine bekannte Hühnerrasse und außerhalb von Deutschland vermutlich weitgehend unbekannt. Wegen der kleinen Zuchtbestände gefährdet eine drohende Inzucht den Erhalt dieser alten Wirtschaftsrasse.

Zuchtziele der Bergischen Schlotterkämme

Das namensgebende Rassemerkmal ist der gezackte „Schlotterkamm“ der Hennen. Junge Hennen haben noch einen Stehkamm, bei legenden Hennen soll dieser sich aber mal zur einen, mal zur anderen Seite neigen. Beim Laufen oder Picken „schlottert“ dieser mittelgroße Hennenkamm. Er soll aber nicht liegen und darf die Sicht nicht verdecken.

Hähne haben im Gegensatz zu den Hennen einen einfachen, mehrfach gezackten aufrechten roten Stehkamm. Die ausgeprägte Fahne folgt dem Nacken, ohne aufzuliegen. Der blassere Schlotterkamm der Hennen wirkt weniger edel. Die Hähne entfalten mit ihrem Stehkamm jedoch eine stolze und elegante Erscheinung.

Die reinweißen Ohrscheiben nehmen eine leicht längliche, nach unten weisende Tropfenform an. Das Gesicht ist rot und zum Schutz vor rauem Wetter vor allem bei den Hennen mit haarähnlichen Federchen geschützt. Der breite Kopf ist insgesamt kräftig. Die Augen sollen rötlich bis bräunlich erscheinen.

Bei Bergischen Schlotterkämmen wirkt der kastenförmige Rumpf gedrungener, als bei vielen anderen Landhühnern. Die mittelgroßen Hühner haben hinter den breiten Schultern einen mittellangen breiten Rücken, der fast waagerecht getragen wird. Die Brust soll breit und hoch ausgebildet sein und bei den Hennen in einen breiten und vollen Bauch übergehen. Beim Hahn treten die kräftigen Schenkel etwas hervor. Die Läufe sind mittellang, die Zehen gut gespreizt. Der kräftige Schnabel lehnt sich an die Lauffarbe an, die je nach Farbschlag variiert.

Insgesamt gelten Bergische Schlotterkämme als robustes und derbes Landhuhn mit stark ausgeprägten Instinkten. Das gut entwickelte Federkleid soll fest anliegen und ist wie der gesamte Körperbau dieser Hühner der rauen Witterung bestens angepasst. Die langen Flügel setzen deswegen hoch an und liegen eng am Körper. Der Kamm und die abgerundeten roten Kehllappen sollen nicht zu groß werden, damit die Gefahr von Erfrierungen sinkt.

Beim Hahn bilden der gedrungene Hals und breite Sattel reichlich Behang. Der füllige Schwanz wird mit seinen üppig entwickelten und gut gebogenen Sicheln und Nebensicheln sehr hoch getragen. Hähne bilden mit ihren schwarzen Schwanzpartien Grünlack. Hähne und Hennen können mit schwarzen Federpartien Glanz ausbilden. Hennen tragen ihren Schwanz hoch oder sogar steil und fächern diesen, womit Volumen entsteht.

Bei den gedobbelten Farbschlägen überwiegt die Grundfarbe Schwarz bei den Hennen wobei die anliegenden Flügel in die Farbe der fleckigen Dobbelung übergehen. Bei Hähnen tritt diese Dobbelung deutlicher hervor, wobei der Hals und Halsbehang in der Farbe der Dobbelung erscheinen.

Vom Wesen sollen Bergische Schlotterkämme friedlich sein, sich untereinander gut vertragen und nicht zu Kämpfen neigen.

Kurz und bündig lauten die Zuchtziele:

  • Erhalt dieser alten bergischen Hühnerrasse
  • Vermeidung von Inzucht
  • Optimierung der wirtschaftlichen Eigenschaften
  • Erhalt vom robusten und anspruchslosen Wesen
  • Festigung der gedrungenen Landhuhnform
  • Bewahrung vom Namensgebenden „Schlotterkamm“