Tauwürmer als Hühnerfutter

Futtertipps
Würmer für Hühner sammeln

Würmer gelten unter Hühnern als wahre Delikatesse und werden daher gern verspeist. Abgesehen davon bieten sie einen hohen Proteingehalt, der für ein gutes Zucht- und Legeergebnis wichtig ist. Welche Vorteile Ihnen das Sammeln der Würmer bietet und wie Sie dies am besten anstellen, erfahren Sie in diesem Artikel.

Welche Vorteile bieten Würmer in der Hühnerfütterung?

Legehennen benötigen eine hohe Menge an Proteinen, damit die Produktion der Eier reibungslos funktioniert. Die Legeleistung wird sich nachweislich verbessern, wenn die Henne eine erhöhte Proteinmenge aufnimmt.
Da Würmer ein guter Energielieferant sind, eignen sie sich hervorragend als Futtermittel bzw. Leckerbissen. Hennen, die Auslauf in einem Freigehege haben, werden sich gern auch selbst auf die Jagd nach Würmern begeben. Wenn dies nicht möglich ist, können Sie jedoch auch Würmer sammeln und sie den Hühnern anbieten.

Warum es sich lohnt, die Würmer selbst zu sammeln?

Es gibt viele gute Gründe, weshalb es sich lohnt, Würmer selbst zu sammeln.

  1. Sie wissen, dass Sie wirklich „frische“ Ware erhalten.
  2. Sie suchen die Würmer in einem Ihnen bekannten Gebiet, von dem Sie wissen, dass es nicht mit Schadstoffen etc. belastet ist.
  3. Sie finden die Würmer spielend einfach im Erdboden oder auf dem Komposthaufen.
  4. Sie sparen jede Menge Geld, wenn Sie die Würmer nicht kaufen, sondern selbst sammeln.
  5. Sie können die Futtertiere obendrein auch züchten, sodass Sie immer einen gewissen „Vorrat“ haben.
Dicker Tauwurm - Leckerbissen für die Hühner

Welche Würmer eignen sich als Hühnerfutter?

Grundsätzlich können Sie alle Regenwurmarten als Futtermittel für Hühner verwenden. Hierzu gehören beispielsweise die Mistwürmer oder die Tauwürmer.
Optisch sehen sich diese Würmer sehr ähnlich, sodass ein Laie kaum einen Unterschied feststellen wird.

Tauwürmer sammeln: Das sollten Sie beachten

Es gibt zwei Grundvoraussetzungen, die erfüllt sein müssen, damit Sie Tauwürmer sammeln können:

  1. Es muss dunkel sein.
  2. Der Boden muss feucht sein.

Dies sind genau die Bedingungen, bei denen sich die Tauwürmer wohlfühlen und an die Erdoberfläche gelangen.
Die idealen Voraussetzungen, um Tauwürmer zu sammeln, sind also nach Sonnenuntergang bzw. vor Sonnenaufgang und, wenn es gerade geregnet hat oder aktuell noch leicht nieselt.

Wo Sie die Tauwürmer finden

Am wohlsten fühlen sich die Tauwürmer in einem nährstoffreichen Gartenboden oder im Lehm. Deshalb sollten dies Ihre ersten „Adressen“ für die Suche nach Tauwürmern sein. Außerdem finden Sie Tauwürmer häufig in moosigen Bereichen, da ihnen das Moos als gute Nahrungsquelle dient.

Wie Sie beim Sammeln der Tauwürmer vorgehen sollten

Tauwürmer lassen sich recht einfach fangen, wenn man einige wichtige Regeln beachtet. Hierzu gehört beispielsweise, dass Sie leichtfüßig unterwegs sein sollten. Trampeln Sie, wird dies die Tauwürmer erschrecken, sodass sie sich unverzüglich in den Boden zurückziehen.

Wenn Sie einen Wurm entdecken, greifen Sie diesen mit einer leichten Bewegung und verstauen ihn anschließend direkt in einer Wurmbox. Sie können hierzu beispielsweise eine Styroporbox verwenden, die über einen Deckel verfügt. Geben Sie ein wenig angefeuchteten, lehmigen Boden in die Dose und legen Sie diese mit Moos aus. Sie können mehrere Würmer in der Dose lagern, sollten jedoch tote Würmer schnellstmöglich aussortieren.

Was Sie beim Sammeln von Mistwürmern beachten sollten

Mistwürmer finden Sie in der Regel auf dem Komposthaufen. Wenn Sie einen solchen im eigenen Garten haben, umso besser. Das Praktische am Sammeln der Mistwürmer ist, dass Sie weder auf Dunkelheit noch auf Regen warten müssen.

Die können mit einer kleinen Schaufel einfach den Boden umgraben. Es werden Ruckzuck einige Mistwürmer auftauchen, die Sie mit der Hand wegsammeln und in einer Wurmbox aufbewahren können.