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Mehlwürmer züchten: eine Schritt-für-Schritt-Anleitung

Mehlwürmer gelten unter Hühnern und anderem Geflügel als wahre Delikatesse. Obendrein bieten sie einen hohen Proteingehalt und versorgen das Geflügel somit mit einem der wichtigsten Nährstoffe. Alternativ zum Kauf dieser Insekten können Sie Mehlwürmer züchten. Was Sie diesbezüglich beachten müssen und wie Sie vorgehen sollten, erklären wir Ihnen in diesem Artikel.

Das benötigen Sie zum Mehlwürmer züchten

Sie können Mehlwürmer züchten, wenn Sie keine teuren Insekten kaufen möchten. Hierzu müssen Sie zunächst eine Grundausstattung anschaffen, die ebenfalls Kosten verursacht, sich aber schnell rentiert. Ebenso sollten Sie bedenken, dass Sie einige Zeit investieren müssen.

Zur Grundausstattung für das Mehlwürmer Züchten gehören die folgenden Utensilien:

  • Eine kleine Schaufel mit engen Maschen (beispielsweise Kotschaufel)
  • Einige Kunststoffbehälter (beispielsweise ungenutzte Katzenklos)
  • Ein kleines Sieb mit feinen Maschen
  • Etiketten zum Beschriften der Boxen
  • Eventuell Heizmatten oder Heizstrahler (für die Zucht im Winter)
  • Staubmaske

Zudem benötigen Sie:

  • Eine kleine Menge Obst (alternativ Gemüse)
  • Hartes Brot oder Brötchen
  • Substrat (beispielsweise Weizenkleie oder eine Mischung aus Getreide und Körnern)
  • Mehlwürmer zur Anzucht

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Mehlwürmer züchten: die Vorbereitung

Zunächst gilt es, den idealen Ort für die Mehlwurmzucht zu finden. Bestenfalls sollte es sich um einen Raum handeln, der im Sommer und im Winter annähern identische Temperaturen aufweist. Gleichzeitig sollte das Zimmer nicht zum Wohnraum gehören, denn beim Mehlwürmer Züchten kommt es zu einer hohen Staubbelastung. Zur Reinigung der Boxen sollten Sie deshalb eine Staubmaske tragen.

Sobald Sie einen geeigneten Ort gefunden haben, stellen Sie die erste Kunststoffbox auf und befüllen diese mit dem Substrat. Streuen Sie dieses mindestens fünf Zentimeter hoch in die Box ein.

Anlage zum Mehlwürmer züchten

Die Mehlwurmzucht kann starten

Nachdem die Voraussetzungen geschaffen wurden, ist es nun an der Zeit, mit der Mehlwurmzucht zu beginnen.

  1. Legen Sie eine Scheibe getrocknetes Brot oder eine Semmel in die erste Box
  2. Schneiden Sie Obst und Gemüse (beispielsweise Karotten, Äpfel und Birnen) in grobe Stücke und geben Sie in jede Box ein paar Stückchen hinein (Achtung: Um Verunreinigungen zu vermeiden, entfernen Sie das alte Obst und Gemüse täglich und legen Sie neues hinein.)
  3. Geben Sie nun in jede Kiste einige der gekauften Mehlwürmer, damit diese sich in der ersten Kiste verpuppen
  4. Sobald Sie die ersten Puppen entdecken, legen Sie eine weitere Box mit Substrat, aber ohne Futter an
  5. Entnehmen Sie die frischen Puppen täglich aus der alten und geben Sie sie in die neue Box. Dies ist wichtig, damit die Würmer sie nicht fressen. Am besten verwenden Sie das feine Sieb, um alle Puppen zu finden
  6. Es dauert einige Tage, bis aus den Puppen kleine, schwarze Käfer werden. Sie benötigen in dieser Phase kein Futter
  7. Sobald die Käfer vollständig ausgebildet sind, setzen Sie diese in eine dritte mit Substrat und Futter gefüllte Kiste. Verwenden Sie hierzu am besten die engmaschige Schaufel. Auch in diesem Fall ist das Umsetzen notwendig, damit die Puppen nicht verspeist werden
  8. Die Käfer werden sich nun Paaren, woraufhin das Weibchen Eier absetzt. Bis die neuen Larven schlüpfen, dauert es bis zu vier Wochen

Tipp

Im Sommer entwickeln sich die Larven besser als im Winter. Dies hängt mit der sommerlichen Hitze zusammen. Wenn Sie diesen Vorgang auch im Winter beschleunigen möchten, können Sie wärmende Elemente wie beispielsweise einen Heizstrahler oder Heizmatten nutzen.

  1. Verfüttert werden die Mehlwürmer, wenn sie groß genug sind, aber ehe sie sich in Puppen verwandeln
  2. Damit sich die Mehlwürmer „länger halten“, können sie in einer entsprechenden Box im Kühlschrank oder an einem anderen kühlen Ort gelagert werden

Mehlwürmer Züchten: Hygiene ist besonders wichtig

Einer der wichtigsten Faktoren in der Mehlwurmzucht ist die Sauberkeit. Verunreinigungen können zur Bildung von Krankheitserregern führen. Im schlimmsten Fall erkrankt das Geflügel hierdurch. Gehen Sie daher bei der täglichen Reinigung äußerst gewissenhaft vor.

Sobald Sie erkennen, dass das Substrat dunkel wird, ist davon auszugehen, dass es sich hierbei um Kot handelt. Zögern Sie nicht, die Larven in ein sauberes Behältnis umzusetzen. Entnehmen Sie die Larven mit einem feinen Sieb und erneuern Sie das Substrat. Anschließend können Sie sie wieder hineinsetzen oder alternativ eine zweite Box (immer im Wechsel) verwenden.

Reinigen Sie auch regelmäßig die Behältnisse. Gehen Sie diesbezüglich folgendermaßen vor:

  1. Entnehmen Sie die Larven mit dem Sieb und setzen Sie sie in eine neue Box
  2. Entfernen Sie das Substrat
  3. Nehmen Sie einen Lappen, etwas Wasser und Essigreiniger zur Hand und reinigen Sie die Box
  4. Spülen Sie sie anschließend mit heißem Wasser aus, um sämtliche übriggebliebenen Krankheitserreger zu töten
  5. Trocknen Sie die Box vollständig ab und befüllen Sie sie danach wieder mit Substrat und Futter
  6. Setzen Sie nun die Larven wieder hinein