Sand als Einstreu im Sommer

Einstreu
Sand als Einstreu

Sand eignet sich, sofern er regelmäßig gewechselt wird, vor allem auch im Sommer als Einstreu im Scharrbereich des Hühnerstalls.

Seine Vorteile sind die leichte Verteilbarkeit und das einfache Verklumpen. Außerdem vermindert Sand als Einstreu den Ungezieferdruck, da er nicht unbedingt einlädt, sich in ihm einzunisten, auf den Fortbewegungsapparat von Milben und Läusen sogar schädlich wirken kann.

Als Spielsand für den Sandkasten gekauft, kann man zudem sicher sein, ein gereinigtes Produkt zu erhalten, das im Idealfall sogar sterilisiert wurde.

Einen solchen hochwertigen Sand braucht man natürlich nicht zwingend; im Baustoffhandel kann man bei entsprechend möglicher Lagerung auch größere Mengen Sand zu günstigen Bedingungen kaufen.

Vor allem grobkörniger Sand wird zudem von den Hühnern beim Scharren als Magenkiesel mit aufgenommen. Wer Küken im Stall aufwachsen lässt, trägt so zur Imitation einer möglichst naturnahen Umgebung bei und geht sicher, dass die kleinen Hühnchen und Junghennen genug Grit aufnehmen, um eine gute Verdauung zu entwickeln. Der Sand wirkt bei den Küken wie ein Magenkieselgrit, der die Verdauungsvorgänge im Muskelmagen des Huhns fördert. Verwendet man keinerlei Sand in den Ställen, vor allem, wenn die Hühner auch keine Gelegenheit haben, im Freilauf Sand oder Magenkiesel aufzunehmen, ist es vor allem in der Kükenaufzucht wichtig, gesondert Sand zu reichen.

Benutzt man den Sand auch als Abdeckung für das Kotbrett, benötigt man so insgesamt also nur eine einzige Einstreubox, diese allerdings muss penibel sauber gehalten werden.

Nachteile von Sand als Einstreu im Hühnerstall

Sand als Einstreu im Hühnerstall bringt aber auch Nachteile mit sich. Im Vergleich zu Hanfhäckseln, Häckselstroh und Sägespänen ist der Sand nicht sehr saugfähig – dringt Feuchtigkeit in den Stall ein, so wird diese schlecht gespeichert und dann wieder an die Luft abgegeben: ein ungesundes Stallklima entsteht.

Sand wirkt ebenfalls nicht sehr temperaturregulierend, das bedeutet, dass er in der kalten Jahreszeit keinerlei Dämmwirkung besitzt.

Sand sollte also vorwiegend in den Sommermonaten, wenn die Milbenpopulationen anwachsen, als Einstreu verwendet werden. Im Winter eignen sich andere Materialien als Stalleinstreu besser.