Den Auslauf und den Hühnerstall winterfest machen

Der Winter
Wie Auslauf und Hühnerstall winterfest machen?

Damit die Hennen sich auch bei kalten Temperaturen wohlfühlen und im besten Fall sogar noch Eier legen, sollten Sie den Hühnerstall winterfest machen. Wie Sie hierbei vorgehen und was Sie dabei beachten sollten, erfahren Sie nachfolgend.

Der richtige Zeitpunkt, um den Hühnerstall winterfest zu machen

Im besten Fall sollten Sie natürlich nicht abwarten, bis der Winter vor der Tür steht. Wenn Sie den Hühnerstall rechtzeitig winterfest machen, haben Sie deutlich mehr Zeit, um sich ausgiebig hierum zu kümmern, sodass die Hennen später bestmöglich geschützt sind. Abgesehen davon, gibt es Jahre, in denen der Winter urplötzlich und ohne große Vorwarnung einbricht, sodass Sie kaum noch Zeit haben, entsprechend zu handeln.

Stall frühzeitig umbauen

Wir empfehlen, den Hühnerstall spätestens im Oktober zu sichern und auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten.

Die Vorbereitung auf den Winter besteht aus vier verschiedenen Arbeitsschritten:

  1. Die Grundreinigung des Stalles und des Hühnergartens
  2. Überprüfen, ob Mängel vorliegen
  3. Heizungsanlage in Gang setzen (wenn Sie eine solche nutzen möchten)
  4. Die Hühner selbst auf den Winter „einstimmen“

Die Grundreinigung für den Winter

Sowohl der Hühnergarten als auch der Stall sollten auf den Winter vorbereitet werden.

Der Hühnergarten

  • Nachdem der Herbst das Laub von den Bäumen gefegt hat, sollten Sie dieses zusammenräumen. Gerade, wenn der Hühnergarten über eine Wiese verfügt, ist dies wichtig, damit das Gras, welches vom Laub bedeckt ist, nicht beschädigt wird.
  • Tiefe Löcher, die bei Regen zu einer wahren Schlammgrube werden könnten, sollten Sie schließen. Geben Sie beispielsweise etwas groben Kies hinein oder füllen Sie das Loch mit Schotter auf.
  • Alle Tränken, Wassernäpfe und Futtertröge, die sich im Freien befinden, sollten Sie frostsicher machen. So können Sie die Tränken beispielsweise mit einer Heizung ausstatten, damit das Wasser nicht einfrieren kann.

Der Hühnerstall

  • Kehren Sie den Hühnerstall komplett aus und entfernen Sie die alte Einstreu.
  • Reinigen Sie den Stall bestmöglich, indem Sie die Wände abkehren und auch die Legenester von Schmutz befreien. Denken Sie auch an die Sitzstangen sowie an die Hühnerleiter.
  • Sollten Ihre Hühner ein Sandbad besitzen, reinigen Sie auch dieses gründlich.
  • Sorgen Sie bei allen Tränken und Näpfen, die sich im Stall befinden, dafür, dass diese nicht einfrieren können. Die Hühner müssen auch im Winter jederzeit Zugang zu frischem Wasser und Futter haben.

Alle vorliegenden Mängel finden

Sowohl im Stall als auch im Hühnergarten können sich im Laufe des Jahres Schäden einstellen, die Sie vor dem Winter entdecken sollten, um sämtliche Gefahren zu minimieren. Gehen Sie bei der Überprüfung folgendermaßen vor:

  • Überprüfen Sie, ob der Zaun des Hühnergartens ringsherum intakt ist. Dies ist wichtig, um auch im Winter die Fressfeinde fernzuhalten und zu verhindern, dass die Hühner ausbrechen können.
  • Überprüfen Sie die Beschaffenheit des Stalles. Sind alle Wände und das Dach perfekt miteinander verbunden, sodass sie auch Wind und Schneemassen standhalten?
  • Liegt der Hühnerstall hoch genug, sodass von unten keine Nässe eindringen kann? Sollte dies nicht der Fall sein, können Sie den Stall einfach höherlegen, indem Sie ihn auf größere Steine stellen. Dies funktioniert natürlich nur bei einem recht kleinen Stall. Wir empfehlen, bereits beim Bau des Hühnerstalles darauf zu achten, dass dieser nicht direkt auf dem Boden aufliegt.
  • Ist das Dach dicht? Falls nicht, können Sie beispielsweise mit Dachpappe nachhelfen. Bringen Sie diese sorgfältig an, damit kein Regenwasser oder Tauwasser eindringen kann. Sie können auch mit Wellblechen arbeiten. Diese erhalten Sie im Handel bereits zum kleinen Preis. Da Wellplatten jedoch mehr Gewicht aufweisen als die Dachpappe, sollten Sie zunächst überprüfen, wie groß die Last auf dem Dach des Hühnerstalles sein darf, ohne dass die Statik negativ beeinträchtigt wird. Bedenken Sie, dass auch Schneemassen, die im Winter möglicherweise darauf liegen, noch einmal ordentlich Gewicht ins Spiel bringen. Am besten sollten Sie den auf dem Dach liegenden Schnee stets umgehend entfernen.
  • Achten Sie zudem darauf, dass alle Wände und die Decke dicht sind, sodass die Hühner keiner unangenehmen Zugluft ausgesetzt sind.

Heizungsanlage in Gang setzen

Grundsätzlich kommen die meisten Hühner sehr gut mit Kälte klar. Dennoch sollten Sie in sehr kalten Wintern mit einer entsprechenden Heizungsanlage nachhelfen, vor allem im Bereich der Legenester. Dort haben es die Hennen gern warm. Sie müssen natürlich keine teure Heizungsanlage einbauen. Hier reicht es beispielsweise aus, wenn Sie einen Heizlüfter verwenden, den Sie auch tage- oder stundenweise einschalten und unter Umständen auch mit einer Zeitschaltuhr betreiben können.

Branntgefahr

Bei der Wahl einer Heizung für den Hühnerstall sollte man die Branntgefahr im Hinterkopf haben. Die herumflatternden Hühner und der aufgewirbelte Staub der Einstreu werden schnell zu einer Gefahr.

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Die Hühner auf den Winter „einstimmen“

Damit die Hühner den Winter fit und munter überstehen, sollten Sie ihnen die Möglichkeit bieten, sich etwas Fett anzufuttern. Dies gelingt am besten, indem Sie bereits im Herbst mit einer zusätzlichen Fütterung beginnen. Hier bieten sich vor allem Erbsen, Mais und Linsen als stärkendes Futter an. Ebenso können Sie mehr Mehlwürmer verfüttern, denn auch diese tragen dazu bei, dass die Hühner an Gewicht und demzufolge an Fettpolstern zulegen.

Im Winter wird es später hell und eher dunkel. Die Tage sind deutlich kürzer. Es empfiehlt sich, die Türen des Stalles entsprechend morgens später zu öffnen und abends eher zu schließen. Die größte Kälte wird hierdurch draußen bleiben und die Hennen haben es angenehm warm.

Sofern Sie eine automatische Hühnerklappe nutzen, können Sie die Zeitschaltuhr einfach neu programmieren. Die Hennen werden nur wenige Tage brauchen, um sich an die neuen Zeiten zu gewöhnen, denn die meisten Hühner werden ohnehin freiwillig in den Stall gehen, sobald es dunkel wird.

Wenn die Tiere weiterhin täglich Auslauf im Freigehege haben, können Sie dort ein paar warme, geschützte Nester einrichten, in die sie sich einmummeln können. Hier reicht es beispielsweise aus, Holzkisten aufzustellen und diese mit einer dicken Schicht Stroh zu füllen.