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Sussex
Entwicklung der Rasse Sussex

Bis zum Jahr 1903 war die Zucht der Rasse Sussex planlos. In die heimischen Rassen oder rasselosen Hofhühner wurden nach „Lust und Laune“ schwere Fleischrassen eingekreuzt. Bereits zu diesem Zeitpunkt überzeugten die Sussex Hühner mit ihrer Legefreudigkeit. Es flossen viele Rassen ein, die für die Mast sowie für die Legeleistung taugen.

Im Jahr 1903 sprach sich Mr. Edward Brown, eine für die Landwirtschaft bedeutende Person der Region, auf einer Versammlung von Landwirten in Lewes für diese Hühner aus. Es gäbe Southdown Schafe und Sussex Rinder, es gäbe aber kein Sussex Geflügel. Es wäre an der Zeit, aus den heimischen Hühnern eine einheitliche Hühnerrasse hervor zu züchten. Es wurde damit in England ein Club gegründet, der sich dieser Aufgabe von nun an stellte.

Ein Beweggrund für Mr. Edward Brown zur Linienzucht der „Sussex“ lag möglicherweise in der ersten englischen Geflügelausstellung im Jahr 1854, in der diese Sussex Hühner nicht in der Klassifizierung enthalten waren. Sussex wurden auch 1865 nicht als Rasse im ersten Book of Standrads aufgenommen.

„Sussex“ wurde bereits als Begriff für Hühner aus der Region verwendet. Diese erschienen jedoch sehr unterschiedlich. Als gemeinsames Merkmal waren diese Hühner jedoch immer gut legend und leicht zu mästen. Deswegen gab es direkt zu Anfang bereits die Farbschläge bunt, hell und rot. Braun folgte kurz danach, gelb kam 1920 dazu, wenig später die weißen und als letzter Farbschlag die Silbergrauen. Für einige bunte Farbschläge wurden Cornisch Hühner eingekreuzt, die sich für Fleischrassen sehr gut eignen.

Bereits im November 1903 wurden Sussex offiziell als Hühnerrasse eingetragen, aus diesem Jahr stammen erste Darstellungen in der Literatur. Man nahm sich nur drei Monate Zeit, um einen Rassestandard aufzustellen. Erste Zuchtziele sahen vor, die gefiederten Beine und die fünfte Zehe verschwinden zu lassen. Bis zum Jahr 1903 flossen immerhin schon Brahmas, Cochin und silbergraue Dorkings ein, die ihre Spuren hinterließen.

In diesen Anfangszeiten der gezielten Zucht war Mr. Sharpe, der ab 1905 Clubvorsitzender war, maßgeblich beteiligt und gab der ganzen Zuchtbemühung immer wieder wertvolle Impulse sowie er Richtungen oder Strategien für die Zucht mit anderen Haltern ausarbeitete oder vorgab. Bereits früh zeigte sich, dass vor der Selektion für die Weiterzucht etwas Geduld notwendig ist, da die Sussex ihre positiven Eigenschaften erst ab einem gewissen Entwicklungsstand voll zeigen. Aber auch die aussortierten Tiere hätten ihren praktischen Nutzen. Mr. Sharpe verfasste 1920 eigens ein Buch über diese ersten Jahre der gezielten Zucht der Sussex, womit viele Details wie derartige Aussagen noch heute bekannt sind.

Neben der einheitlichen Linie wurden Sussex auf noch bessere Eigenschaften für die Haltung, die Legeleistung und Mastfähigkeit gezüchtet.

Heutige Bedeutung der Sussex Hühner

Die meisten einst als wirtschaftlich geltenden Hühnerrassen sind durch die heutige industrielle Hühnerhaltung aus dieser wirtschaftlichen Perspektive bedeutungslos. Das Sussex gehört nicht dazu, da seine Gene in die Entwicklung heutiger Hybridrassen einflossen, die für eine Generation eine sehr hohe Leistung bringen, in der Folgegeneration jedoch in ihren Eigenschaften zerfallen.

Außerdem ist das Sussex als Hühnerrasse noch immer eines der wirtschaftlichen Hühner. Es ist frohwüchsig, schnellreif, legt auch im zweiten Legejahr viele Eier und bringt einen guten Schlachtkörper. Zudem sind Sussex sehr leicht zu halten, werden schnell handzahm, trotzen auch dem deutschen oder englischen Wetter und sehen zugleich sehr gut aus. Sie eignen sich für Anfänger, Selbstversorger, Hobbyzüchter und professionelle Züchter, da es sich um sehr gute Ausstellungshühner handelt. Die Erhaltungszucht lohnt demnach auch für die Zukunft. Sussex waren im internationalen Vergleich weder sehr populär noch wurden sie vergessen, sondern bewegen sich unter den international gängigen Hühnerrassen immer im Mittelfeld der Beliebtheit.

Zuchtbemühungen und Maßnahmen zum Rassenerhalt

Auch wenn das Sussex oder dessen Vorläufer bereits ab 1800 südöstlich von London entstanden ist, so kann von einer wirklichen Zucht erst ab 1903 die Rede sein. In England werden derzeit sieben, in Deutschland sechs Farbschläge anerkannt. Am gefragtesten sind die Farbschläge weiß–schwarzcolumbia und rot–schwarzcolumbia.

In England bildete sich 1903 ein Club, der diese Hühnerrasse in Linie brachte. In Deutschland entstand bereits 1907 ein Sonderverein, der die Sussex züchtete. Dieser in Hannover gegründete Sonderverein hielt bereits 1911 seine erste Sonderschau mit 111 Sussex-Hühnern in Quedlinburg ab. 1914 wurde im Verein der erste Bezirk gegründet. Von 1925 bis 1927 waren die hellen Sussex sogar eine anerkannte Wirtschaftsrasse. Mit der Teilung zwischen Ost und West gab es fortan bis zur Vereins-Wiedervereinigung am 11.11.1990 zwei deutsche Sondervereine der Sussex-Züchter. Mit dem 01.01.1991 ist es ganz offiziell der „Sonderverein der Sussex und Zwergsussex Züchter“.

Nicht nur in England und Deutschland widmen sich professionelle Hühnerzüchter den Sussex. Neben der Großrasse ist inzwischen auch die Zwergform sehr gefragt oder sogar verbreiteter.

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