Herkunft der Rasse Seidenhühner

Seidenhühner
Ursprünge der Seidenhühner

Als Hühnerrasse sind Seidenhühner bereits so alt, dass sich ihr genauer Ursprung nicht mehr klären lässt. Es gibt verschiedene Überlieferungen über Hühner, die dem Seidenhuhn sehr ähneln, es aber vielleicht noch nicht als die heutige Rasse sind. Kein Geringerer als Aristoteles, der von 384 bis 322 v. Chr. lebte, macht den Anfang. Er berichtete von Hühnern mit Katzenhaar. Die chinesische Tang-Dynastie (618-907 n. Chr.) berichtet in Südchina von Schwarzknochenhühnern und deren medizinischen Verwendung. Diese wurden auch als Wollhühner bezeichnet. Als weiterer Europäer war es Marco Polo, der auf seinen Reisen in China und der Mongolei um 1270 ebenfalls katzenhaarige Hühner sah und 1292 bei seiner Heimkehr davon in Aufzeichnungen berichtete. Der Schweizer Naturforscher Conrad Gessner erwähnte die schneeweißen Wollhühner mit schwarzer Haut 1555 in seinem Vogelbuch.

Die Seidenhühner gehen vermutlich direkt auf Wildhühner aus dem Himalaja und dem Gebiet der Mongolei zurück, die durch die Mongolen vor rund 4000 Jahren domestiziert wurden. Sie kamen dann vermutlich in Ostasien im chinesischen, japanischen oder indischen Raum vor und werden auch als japanische Seidenhühner bezeichnet, um sie vom Siamesischen Seidenhuhn mit heller Haut unterscheiden zu können.

Aufzeichnungen aus dem Jahr 1793 erklären, dass diese Seidenhühner in Holland, Westfalen und Burgund vorkommen. Erst zu dieser Zeit kamen die Seidenhühner nach Europa. Die Niederländer haben sie möglicherweise als Kreuzung aus Huhn und Kaninchen oder Katze angepriesen. Zumindest entstand das Gauklerhuhn, welches überall als solch eine Kreuzung gezeigt wurde.