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Lakenfelder
Entwicklung der Rasse Lakenfelder

Zur Zeit der gezielten Züchtung der Lakenfelder als Landhuhnrasse waren die einfachen Bürger arm und hatten nur selten Fleisch auf den Tellern. Sie lebten jedoch zum Großteil ländlich, womit viele die Möglichkeiten zur Hühnerhaltung hatten.

Totleger, deren Namensgebung in der Dialektik nicht auf „Tot“ sondern „Dauerleger“ zurück geht, waren eine der typischen und in der nordwestlichen Region Deutschlands überwiegende Hühnerrasse. Ihre Legeleistung mit über 200 Eiern im Jahr war einst beachtlich. Als Ursprung für das Lakenfelder dienten diese Totleger, die zu den Sprenkelhühnern gehören. Diese haben jedoch bereits den Kopf und Hals einfarbig sowie es regelmäßig Exemplare mit zugleich einfarbigen Schwanzfedern gibt. Hühnerrassen wie die bereits ausgestorbenen Campiner oder andere belgische Landhuhnrassen wie belgische Zottegems wurden möglicherweise eingekreuzt.

Aus größeren Hühnerpopulationen der Rasse Totleger wurden gezielt Exemplare selektiert, deren Gefieder von Kopf, Hals und auch Schwanz einfarbig schwarz war. Weiterhin wurden nun immer die Exemplare für die Weiterzucht gewählt, die nicht mehr gesprenkelt, sondern zwischen Hals und Schwanz einfarbig weiß waren.

Die Lakenfelder legen ein paar Eier weniger als die Totleger, bringen jedoch sehr schmackhaftes Fleisch und gefielen den Leuten optisch besser. Genau diese „Lakenfelder“ Erscheinung und nicht eine bessere Wirtschaftlichkeit scheint das Kriterium für die Erzüchtung der Landhuhnrasse Lakenfelder zu sein. Bereits bis 1850 waren die Totleger in weiten Regionen fast verdrängt.

Heutige Bedeutung der Lakenfelder

Aus wirtschaftlicher Sicht ist das Lakenfelder Huhn uninteressant. Für Personen mit großem Garten oder Selbstversorger hat das Lakenfelder noch heute seine Reize. Diese Hühner sind sehr robust und kommen über die warme Jahreszeit mit genügendem Auslauf ohne Fütterung über die Runden. Dennoch handelt es sich nur noch um ein Liebhaberhuhn, welches auch wegen der Erbanlagen erhalten wird. Diese können möglicherweise in der Zukunft für Neuzüchtungen interessant werden.

Zuchtbemühungen und Maßnahmen zum Rasseerhalt

Genau wie anderen Hühnervölkern erging es den Lakenfeldern ab dem zweiten Weltkrieg schlecht, weil die ländlichen Bürger einfach das Interesse an dieser Hühnerrasse verloren. Dennoch fanden sich immer einige Hühnerzüchter, die sich für die Landhuhnrasse Lakenfelder begeisterten.

Bereits im Jahr 1907 gründete sich der „Sonderverein der Züchter der Lakenfelder und Zwerglakenfelder“. Das Lakenfelder war über 50 Jahre als Rasse bekannt und hat sich im Nordwesten von Deutschland in weiten Regionen durchgesetzt, als etwas passierte: Viele Züchter importierten alte oder neu erzüchtete Hühnerrassen aus anderen Ländern. Das führte dazu, dass die Lakenfelder an „Boden“ verloren oder viele Züchter die importierten Hühnerrassen in das Lakenfelder hinein züchten wollten. Einige Züchter wollten dem entgegenwirken und erklärten sogar, dass das Lakenfelder für Kreuzungen ungeeignet wäre, damit diese Rasse Bestand haben kann.

Bereits mit diesem Sonderverein der Züchter der Lakenfelder und (später) Zwerglakenfelder begann also die Erhaltungszucht der Lakenfelder. Gerade nach dem zweiten Weltkrieg schlummerte der Verein, der jedoch überlebte und im Jahr 2006 genau 67 Mitglieder zählte. Diese halten rund 200 Hähne und 800 Hennen, die für die Zucht taugen.

Neben den Züchtern mit geeigneten Zuchttieren gibt es auch andere Personen, die sich an den Lakenfeldern erfreuen. Ohne eine gezielte Erhaltungszucht werden die typischen Merkmale der Lakenfelder jedoch schnell wieder unter gehen.

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