Hahn der Federfüßigen Zwerghühnern

Federfüßige Zwerghühner
Zuchtziele der Federfüßigen Zwerghühner

Federfüßige Zwerghühner sind kleine und bewegliche Zwerghühner, die eine kurze, breite und damit gut gerundete Form bilden. Es handelt sich um stolze Urzwerge. Die Linie vom Hals über den Rücken zu den Schwanzfedern bildet eine Lyraform.

Der Kopf der Federfüßigen Zwerghühner

Zu große Kämme oder zu spitze Köpfe sind unerwünscht. Der Kopf soll mittelgroß und ausgewogen sein. Die Hähne sollen einen mittelgroßen roten Einfachkamm mit fünf gleichmäßigen Zacken ausbilden. Die Kammfahne soll der Nackenlinie folgen, aber nicht anliegen. Die Kehllappen sind gut gerundet und samt der Ohrlappen ebenfalls rot. Bei den Bärtigen sind diese Merkmale nicht vorhanden oder kleiner und dann durch den Bart verdeckt. Bei Hennen wird auch der Kamm generell kleiner ausgebildet. Das schwach befiederte Gesicht ist ebenfalls rot, sowie die großen Augen je nach Farbschlag verschiedene Farben haben können. Der Schnabel wird kräftig ausgeprägt und lehnt farblich an die Lauffarbe an, die man aufgrund der Federn natürlich schlecht erkennen kann.

Der Körper der Federfüßigen Zwerghühner

Federfüßige Zwerghühner sollen einen kurzen und gerundeten Körper mitbringen, die mittellangen Flügel gesenkt, den Schwanz hoch tragen. Die Unterlinie der Flügel verläuft parallel zu den Stulpen. Ein sogenannter Eichhörnschenschwanz wäre ein schwerer Fehler. Der breit ansetzende Schwanz soll etwas, aber nicht zu breit gespreizt werden. Die Hauptsichelfedern vom Hahn sind säbelförmig und überragen die Steuerfedern um maximal vier cm. Die Nebensicheln ordnen sich gestaffelt an. Die Brust wird hoch getragen und vorgewölbt. Der Bauch soll voll und wie der leicht abfallende Rücken breit sein, wodurch die Tiere selbst von oben betrachtet ein rundliches Erscheinungsbild mitbringen und eine gut ausgeformte Unterlinie aufweisen sollen. Der Rumpf wird auf einem mittelhohen Stand getragen.

Die Federfüße

Namensgebend sind die Federfüße. Hier gibt es zum einen die verlängerten Schenkelfedern, die „Stulpen“ genannt werden, womit diese Urzwerge tiefer gestellt erscheinen. Zum anderen gibt es die Fußfedern, die als „Latschen“ bezeichnet werden. Wenn bei anderen federfüßigen Hühnerrassen Latschen auftreten, dann setzen die Federn meist nur an der Außenzehe an, bei den Federfüßigen Zwerghühnern ist zudem die Mittelzehe befiedert. Das Federkleid ist am ganzen Huhn recht steif, womit diese Stulpen und Latschen beim Laufen ihre Form behalten, wenn die Federn nicht im Alltagsleben der Hühner abbrechen. Das wäre bei einer Geflügelausstellung oder beim Züchter noch nicht ein Ausschlusskriterium, solange die Federn gleichmäßig an den gewünschten Linien ansetzen und damit nach der nächsten Mauser wieder da sind oder an die nächste Generation vererbt werden.

Das Federkleid vom Rumpf soll demnach bis zu den Zehen geschlossen runter gehen. Bei einigen Farbschlägen ist die Befiederung der Mittelzehe noch zu festigen, hier kann es also schnell zu Punktabzügen kommen. Weiterhin fehlt vielen Federfüßigen Zwerghühnern wegen der Latschen an der Außenzehe der Zehennagel, oder dieser ist verkümmert. Wenn zwei gleichwertige Tiere vorhanden sind, ist immer das mit vorhandenem und gut ausgebildeten Zehennagel zu bevorzugen.

Nicht nur an den Füßen, sondern an allen befiederten Partien prägen Federfüßige Zwerghühner ein üppiges und steifes Federkleid aus. Am Hals und Sattel bilden Hähne üppigen Behang. Das Gefieder zum Rumpf liegt generell fest an.