Ursprünge der Rasse Cochin

Cochin
Die Ursprünge der Cochin

Die Region von Vietnam und Kambodscha wurde einst „Cochinchina“ genannt. Von hier stammen die Cochin Hühner und haben damit ihren Namen, der sich „Kotschin“ ausspricht. Als sie 1842 durch den Seefahrer Edward Belcher der britischen Königin Victoria übergeben wurden, fand sie direkt Gefallen in diesen ungewöhnlichen Hühnern und wurde zu der ersten europäischen Cochin Züchterin. In der alten Welt waren derart große und zugleich auch friedliche Hühner bis dahin gänzlich unbekannt. Königin Victoria war zu diesem Zeitpunkt bereits erfahren in der Hühnerzucht. Sie ließ einen Hühnerstall und Hühnergarten einrichten und pflegen, um von Anfang an sehr erfolgreich Cochin Hühner in Britannien zu züchten. Diese verteilte sie an andere Adelige, stellte sie auf Ausstellungen aus und machte das Cochin Huhn damit publik. Daraufhin rieten Zeitungen und Züchter schon ab 1844 zum Einkreuzen der Cochin Hühner für schwere Fleischrassen.

Königen Victoria hat damit möglicherweise den Boom für exotische Hühner ausgelöst, der mit dem niederländischen Tulpenboom in der zweiten Hälfte vom 16ten Jahrhundert vergleichbar ist. Ein exotisches Huhn wurde in den USA teils hundertmal höher als ein einheimisches Zuchthuhn berechnet. Da Hühner sich schnell mehren, dauerte diese „The Fancy“ genannte Epoche nur von 1845 bis 1855.

Entwicklung der Rasse Cochin

In seiner Heimatregion waren die Cochin Hühner wegen ihrer üppigen Befiederung sehr gefragt. Die weichen Daunen eignen sich sehr gut für Kissen-Füllungen. In Europa fanden die Bürger vor allem am zarten Fleisch gefallen. Deswegen wurden für die Cochin im Vergleich zu den Ausgangshühnern modifizierte Rassestandards festgelegt und die Hühner als Rasse anerkannt. Außerdem wurden über die Jahre hinweg mehrere Farbschläge erzüchtet.

Historisch betrachtet ging es 1842 mit der Einfuhr der Cochins nach England und Übergabe an Königin Victoria los. 1847 wurden weitere Cochin Hühner nach England über Shanghai importiert. Ab 1850 wurde das Cochin Huhn deswegen auch als Shanghai Huhn bezeichnet. Schon im Jahr 1860 konnten die Rassestandards aufgestellt werden, die im wesentlichen bis heute gelten.

Unabhängig zu England wurden die Cochins im Jahr 1848 direkt aus Asien in die USA und nach Frankreich gebracht. In Deutschland konnten die ersten Exemplare ab 1850 im Berliner Zoo bewundert werden und auch hier begann die Cochin Zucht.