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Entwicklung der Hühnerrasse Chabo

Chabo
Entwicklung der Rasse Chabo

Die richtige Entwicklung zum heutigen Chabos ging mit der Einfuhr der Vorläufer nach Japan los. Aufgrund der eigenständigen Kultur braucht das Land auch eigens erzüchtete Hühner, die dem japanischen Wesen entsprechen und damit inzwischen weltweit viel Anklang finden. Japan ist also das Ursprungsland der Urzwergrasse Chabos. Es handelt sich deswegen um Urzwerge, da Chabos nicht aus einer großen Form verzwergt wurden und auch keine großen Rassen einflossen.

Die Geschichte der Chabos als eine der ältesten Urzwergrassen geht so weit zurück, dass sich nicht genau klären lässt, ob die Japaner mit den Ausgangshühnern weiter züchteten, oder andere Zwergrassen einfließen ließen. Auch wenn die Chabos möglicherweise schon im 16ten Jahrhundert erstmals nach Europa kamen, ging es hier mit der Zucht erst los, als sie 1850 nach England und 1857 und 1860 von England nach Deutschland kamen. Die Seidenfiedrigen wurden 1881 und die Gelockten 1884 importiert. Sie wurden um 1900 zum ersten Mal in Deutschland ausgestellt.

In Deutschland wurden zur Auffrischung der Linien mehrfach Direktimporte aus Japan organisiert. 1921 mit Zuchttieren oder auch in den sechziger und siebziger Jahren mit Bruteiern erfolgten derartige Importe mit verschiedenen Linien der Chabos. Das reichte jedoch nicht aus, es mussten zum Auffrischen der Gene gelegentlich auch andere Zwerghühner eingekreuzt werden. Damit sind deutsche oder andere europäische Chabos genetisch nicht mehr mit japanischen gleichwertig.

Chabos sind eine ganz besondere Hühnerrasse, die in drei Federtypen auftritt: Neben denen mit glatten Federn gibt es noch welche mit gelocktem oder seidenhaarigem Gefieder. Weiterhin gibt es Linien, die beim Hahn einen besonders großen Kamm oder kürzeren Schwanz ausbilden. In einigen Linien treten hennenfiedrige Hähne auf. Es gibt auch solche, die anstelle von den knallroten Kopfsegmenten dunkel pigmentierte haben und damit schwarzköpfig genannt werden. Als eigene Rasse gelten die bärtigen, die Okina Chabos heißen.

Mit dem zweiten Weltkrieg gab es auch in der deutschen Chabo-Zucht tiefe Einschnitte. Ab den 50er Jahren suchten einige Züchter zusammen, was sich noch vorfand sowie zur Auffrischung die bereits erwähnten Importe von Bruteiern aus Japan in den 60er und 70er Jahren erfolgten, um die Rasse in Deutschland wieder zu beleben.

Heutige Bedeutung der Chabos

Als Urzwerge sind Chabos altes asiatisches Kulturgut und als dieses in vielen Regionen der Welt gefragt. Diese Urzwerge mit rund 28 Gramm schweren Eiern, die 500 bis 700 Gramm wiegen, haben natürlich keine Eigenschaften für Wirtschaftshühner und waren schon immer Zierhühner. Als diese sind sie aus verschiedenen Gründen auch heute noch sehr gefragt. Mit ihren kurzen Beinen laufen sie keine weiten Strecken und scharren kaum, wodurch die Gartenanlage weniger leidet. Je nach Gefieder können diese Hühner nicht einmal fliegen, womit es nicht immer eine Voliere braucht. Die Exemplare mit glattem Gefieder können sehr gut fliegen, die gelockten kaum.

Die Chabos fühlen sich also auch in einem kleinen Garten wohl, wenn der Hühnerstall geeignet ist und regelmäßig gereinigt wird. Zugleich sind diese Tiere sehr friedlich, werden zahm und eignen sich damit auch für Kinder. Nur die Hähne werden während der Brutzeit etwas aggressiver.

Aussteller finden mit den Chabos Dutzende Farbschläge in den verschiedenen Federkleidern, womit sie aus dem vollen schöpfen können. Zugleich sind Chabos nicht ganz einfach zu züchten, womit sie eine Herausforderung darstellen.

Ob es um das zahme oder schöne Haustier, die Anforderungen an den Züchter oder einfach um das kleine Vorgartenhuhn geht, Chabos sind in vielen Situationen sehr geeignet. Selbstversorger werden hingegen ganz andere Rassen wählen, da Chabos hier keinerlei Qualitäten mitbringen.

Zuchtbemühungen und Maßnahmen zum Rassenerhalt

Bereits vor dem ersten Weltkrieg wurden zwei Züchterclubs in Deutschland gegründet, die sich den Chabos Urzwergen annahmen. Diese gibt es inzwischen nicht mehr. Es gründete sich 1968 ein Club, der die Funktionen der ursprünglichen Clubs übernahm. Hier können sich die Chabo Züchter vernetzen, organisieren und Zuchttiere tauschen. Von 2000 bis 2016 schwanken die Bestände der durch die TGRDEU gezählten Zuchttiere von rund 5300 bis 7300 Tieren. Das sind einigermaßen stabile Bestände mit leicht abnehmender Tendenz. 2016 teilen sich die 5300 gezählten Zuchttiere auf 24 Farbschläge auf. Drei Farbschläge kommen nicht auf 20 Zuchttiere. Insgesamt liegen zehn Farbschläge unter 100 Zuchttieren. Nur die schwarzen mit weißen Tupfen kommen auf über 1000 Zuchttiere.

Die etwas leichteren Okina Chabos werden als die jüngste Zuchtlinie der Chabos als eigene Rasse gewertet. Es handelt sich um die bärtigen Exemplare. Für 2000 zählte die TGRDEU 6, für 2016 schon 114 Zuchttiere.

Damit werden in Deutschland nicht einmal alle Varianten der Chabos anerkannt oder gezüchtet, in anderen Ländern sieht es ähnlich aus. Da diese Urzwerge sehr ungewöhnlich sind, werden sie jedoch in verschiedenen Ländern auf breiter Basis gezüchtet. In der Schweiz wurden z.B. 1980 Chaboclubs gegründet, diese Urzwerge eroberten das Bergenland später als die Länder in der Küstennähe zu England als Erstimportland.

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