Brahma
Zuchtziele der Brahma

Das Brahma Huhn, welches als Riesenhuhn auch „Der König unter den Hühnern“ genannt wird, soll von stattlicher Statur sein. Es ist eines der schwersten Hühner der Welt. Der massige und würfelförmige Rumpf wird waagerecht getragen. Wenn Brahma Hühner sich strecken, wirkt es jedoch wie eine aufrechte Körperhaltung, mit der Brahma Hähne durchaus 75 cm groß werden. Brahma Hühner sind dabei nur ca. 50 cm beim Hahn, ca. 40 cm bei der Henne lang. Es soll sogar Brahma Hähne geben, die bis über acht Kilo wiegen. In der Statur haben Brahmas einen niedrigen Stand, Hennen noch etwas niedriger, womit diese gedrungener wirken. Die tiefe Brust, die bauschigen Partien von Sattel und Schenkel und der kurze Schwanz signalisieren bereits eine gute Glucke.

Insgesamt wirken Brahma Hühner sehr kraftvoll, da sie zu ihrem großen Rumpf mit kurzem Hals ein üppiges, weiches und flaumiges Federkleid entwickeln. Neben dem üppigen Sattel sind die Schwanzfedern etwas länger als beim Cochin. Dennoch ist der Schwanz bei Hahn und Henne kurz. Die gut entwickelten Sicheln spreizen oben etwas auseinander und hängen beim Hahn etwas runter, bei der Henne nicht. Von hinten betrachtet bilden die Schwanzfedern damit eine nach unten offene Hufeisenform.

Reinrassige Brahma können von Bastarden leicht unterschieden werden, da reinrassige Brahma auch an der Mittelzehe Federn ausprägen, die sehr ähnlich wirkenden Bastarde jedoch nicht. Aufgrund der Federfüße neigen Brahma Hühner dazu, die Füße beim Laufen hoch zu heben, wodurch sie einen schreitenden und damit eleganten Gang entwickeln. Die innere Zehe ist im Übrigen nicht befiedert, die anderen Fußfedern ragen nach außen weg.

Brahma Hühner haben neben dem großen und breiten Rumpf eine volle und gerundete Brust. Auf dem kleinen breiten Kopf mit kaum, oder gar nicht befiedertem roten Gesicht befindet sich ein dreireihiger Erbsenkamm ohne Dorn sowie Ohr- und Kehllappen von kleiner bis mittlerer Größe – Bei den Hennen entsprechend kleiner als beim Hahn. Der Schnabel ist kurz und kräftig. Der Erbsenkamm soll bei Hahn und Henne nur schwach ausgeprägt sein, womit die Adlerform vom Kopf besser zur Geltung kommt. Die Augen sind orangerot und leuchtend, die Augenbrauen heben sich sichtbar ab. Je nach Farbschlag sind die Läufe kräftig gelb oder hornfarben.

Da die schweren Brahma kaum vom Boden abheben, nutzen sie ihre Flügel praktisch nicht. Damit ist deren Muskulatur verkümmert, die Flügel sind klein und liegen eng an, werden sogar vom üppigen Sattel noch verdeckt.

Vom Wesen sollen Brahma Hühner einen ruhigen Charakter ausprägen. Leider reagieren sie sehr empfindlich auf Stress und fallen im schlimmsten Fall wegen einem Herzstillstand tot um. Ein weiterer Makel ist, dass sie sehr langsam wachsen und damit auf die erzeugte Masse von Eiern oder Fleisch viel Futter verschlingen. Hähne sind erst mit 18 Monaten ausgewachsen, Hennen fangen frühestens nach sechs oder sieben Monaten mit dem Legen an. Aufgrund ihrer Körpermasse müssen sie allerdings selbst im Freilauf zugefüttert werden. Ansonsten sind Brahmas sehr robust sowie wetterhart und ertragen auch harten Frost oder heiße Sommertage.

Grobe Fehler wären zu kleine oder niedrige Hühner, eine schmale Brust oder weiße Ohrlappen. Weiterhin unterscheiden sich Hahn und Henne in den einzelnen Farbschlägen etwas oder sogar deutlich. Bei den „Columbia“ oder einfarbigen Farbschlägen sind die Unterschiede gering, bei den gebänderten Farbschlägen deutlich. Die Hennen zeichnen die Bänderung unter dem Halsbehang aus, die Hähne nicht.

In Deutschland werden bereits diese Farbschläge anerkannt:

  • weiß-schwarzcolumbia
  • gelb-schwarzcolumbia
  • silberfarbig-gebändert
  • gelb-blaucolumbia
  • rebhuhnfarbig-gebändert
  • blau rebhuhnfarbig-gebändert
  • blau silberfarbig-gebändert mit Orangerücken
  • schwarz
  • blau