Brahma
Haltung der Brahmas

In der Hühnerhaltung sind Brahmas unkompliziert, wenn ein paar Details beachtet werden. Diese große Hühnerrasse verhält sich in einigen Punkten zu anderen Hühnern anders. Eigentlich jedes Haushuhn setzt bei Gefahr auf Flucht. Brahmas bleiben an Ort und Stelle, recken sich und schauen dem Feind entgegen. Sie vertragen jedoch keinen Stress. Damit soll der Hühnerstall samt Freilauf ruhig gelegen sein. Es soll keine tobenden Hunde oder Kinder im Garten geben. Es soll auch nicht plötzlich lärmen. Brahma Hähne selber sind nicht krähfreudig und krähen leise. Zudem schlafen die schweren Hühner nicht in den Bäumen oder auf Stangen, sondern verharren am Boden. Sie können jedoch extrem schnell in den Stand hoch fahren, um auf eine Gefahrensituation zu reagieren. Im Freilauf oder im Freien soll es einige Versteckmöglichkeiten geben.

Auch wenn die Brahmas groß sind, brauchen sie nicht sehr viel Platz, neigen bei Überfütterung dann jedoch zur Verfettung. Besser ist es auch bei passender Fütterung, wenn sie einen großen Freilauf haben. Dann suchen sie emsig Futter und müssen weniger intensiv zu gefüttert werden. Ohne zusätzliches Futter wird es in den meisten Situationen dennoch nicht gehen. Hierbei brauchen die Brahmas einen höheren Proteinanteil sowie auch Kalk. Die schweren Hühner müssen immerhin auch ihre Knochen aufbauen. Damit eignen sich Brahma Hühner nicht für jeden Ort oder Halter.

Diese Hühner gewinnen schnell Vertrauen zu ihren Haltern. In ihrem Wesen sind Brahmas ruhig aber dennoch aktiv, wenn es um die Futtersuche geht. Sie sind friedlich, werden schnell zahm und lassen sich dann sogar anfassen. Adulte Hähne sollen dennoch genug Raum haben, um einander aus dem Weg zu gehen, dann können sie sich miteinander vertragen. Zusammen mit anderen Hühnerrassen können sie jedoch wegen ihrem friedlichen Wesen schnell den kürzeren ziehen.

Brahma Hühner haben Federfüße. An den Federn bleibt schnell nasser Schmutz oder auch Kot kleben. Deswegen ist es sehr wichtig, dass im Hühnerstall oder Freilauf auf die Hygiene geachtet wird. Weiterhin sollen die Brahmas nicht ständig auf regennassen Matschgrund oder durch den Regen laufen. Allgemein sind sie jedoch sehr Wetterhart, da sie ein dichtes, wenn auch lockeres und teils flaumiges Federkleid ausprägen. Weiterhin brauchen sie das Sandbaden und Sonnen zur Federpflege.

Brut und Küken

Die Hennen werden schnell brütig und führen die Küken zuverlässig. Diese wachsen jedoch nur langsam heran, womit sich ihr Federkleid erst spät ausprägt. Deswegen soll eine Brut im zeitigen Frühjahr gefördert werden, wohingegen eine Brut im späteren Jahr nicht zielführend ist.

Eier der Rasse Brahma

Für ihre Körpermasse legen Brahmas sehr kleine Eier. Es handelt sich immerhin um Riesenhühner, die nur mittelgroße Eier legen. Diese wiegen ca. 53 Gramm und sollen gelbrot erscheinen. Häufig sind sie jedoch gelbbraun. Es gibt auch cremeweiße Eier. Das Mindestgewicht für Bruteier liegt bei 53 Gramm. Bereits im zweiten Jahr legen die Hennen deutlich weniger Eier. Sind es im ersten Jahr ca. 140, so sind es im zweiten Legejahr noch ca. 100 Eier. Wer befruchtete Eier wünscht, der soll pro Hahn nicht mehr als zwei oder drei Hennen wählen, da die Befruchtungsrate ansonsten leidet. Die schweren Hennen können beim Brüten einige Eier zerbrechen.

Sonstige Infos

  • Trotzdessen, dass Brahmas langsam wachsen und deswegen letztendlich mehr Futter als andere Hühner auf das gleiche Fleischgewicht verschlingen, waren sie in den USA und auch Europa zwischenzeitlich sehr beliebt. Von 1850 bis 1930 waren diese Hühner in den USA der gängige Fleischlieferant oder lieferten sogar das meiste Fleisch im Direktvergleich zu anderen Fleischtieren.
  • Viele Zuchtstämme der eigentlich robusten Brahma Hühner scheinen in den letzten Jahren im Kükenalter anfällig für die Marekschen Krankheit zu werden. Es wird eine zeitige Impfung der Küken empfohlen.
  • Als Riesenhühner können die Brahmas größere Tierchen verschlingen und werden damit auch bei der Jagd nach Mäusen und kleinen Vögeln beobachtet. Sie erlegen die Beutetiere nach dem Angriff direkt und verschlucken diese häufig als ganzes. Diese Hühner sind dabei sehr geschickt und schnell. Auch, dass sie trotz ihrer Größe schnell zum Sprint übergehen können und dabei sehr schnell werden, würde man den schweren Brahma Hühnern kaum zutrauen.
  • Neben der Großform gibt es auch die Zwerg-Brahma-Hühner, die mit rund einem Kilo deutlich kleiner und leichter sind. Deren Farbschläge entsprechen den Großformen.