Bergische Kräher
Zuchtziele der Bergischen Kräher

Bergische Kräher sind mit ihrer Größe, Haltung, dem schönen Gefieder und vor allem ihrem Krähen auffallend anders, als die allermeisten anderen Hühner. Einige Züchter wollen das außergewöhnliche Krähen erhalten und selektieren als erstes die Hähne mit dem besten Klang. Aussteller suchen jedoch nach optisch hervorragend geratenen Bergischen Krähern. In diesen Linien ist das außergewöhnliche Krähen oft schon verloren gegangen.

Der Krähruf der Hähne hält 8 bis 15 Sekunden an und hat vier Silben. Die ersten drei werden verlängert, die vierte deutlich verlängert. Der Hahn fängt mit dunklem Ton an, wird heller, dann wieder dunkler und endet mit dem Schnork. Er zieht die Luft hörbar an. Dieses Krähen ist so anstrengend, dass die Hähne einige Schritte vorlaufen und den Kopf soweit senken, dass sie mit dem Schnabel zum Schluss schon den Boden berühren.

Der Kopf

Der rote Einfachkamm von mittlerer Größe soll nicht zu tief gezackt sein und darf sich bei Hennen hinten zur Seite neigen. Die mandelförmigen Ohrscheiben sind weiß und weisen auf weiße Eier hin. Die roten Kehllappen sind von mittlerer Länge. Die Gesichter sind ebenfalls satt rot, die Augen sind orange bis hellbraun.

Der Körper

Bergische Kräher sind langgestreckte, aufgerichtete und hoch gestellte Hühner in Landhuhnform mit blauen Läufen.

Diese Hühner weisen sich durch drei Bögen aus:

  1. Vom Kopf zum Rücken bildet sich ein Bogen.
  2. Der nach oben gewölbte Rücken bildet ebenfalls einen Bogen und wird deswegen auch „Karpfenrücken“ genannt.
  3. Vom Rücken bildet sich ein weiterer Bogen zum Schwanz.

Die Flügel setzen hoch an. Das Gefieder ist sehr fest und liegt hart an.

Farbschläge – schwarz-goldbraungedobbelt

Der Hahn trägt seinen Schwanz mit langen und gut gerundeten schwarzen Sicheln fast im rechten Winkel, die Hennen tragen ihren Schwanz mit geraden Federn nicht ganz so hoch. Die schwarzen Schwanzfedern beim Hahn bilden einen guten Grünschimmer. Die Hähne haben einen goldbraunen Hals- und Sattelbehang. Die Hennen wirken mit ihrer schwarzen Grundfarbe deutlich dunkler als die Hähne.

Die Federn weisen als Zeichnung die Dobbelung als stärkste Form der Säumung auf. Die schwarzen Saumränder sind so breit, dass im Zentrum der Federn nur ein kleiner brauner Fleck überbleibt. Diese Dobbelung kommt nur bei den Bergischen Krähern, den Schlotterkämmen und Krüpern vor. Die Namensgebung der Zeichnung wurde vom bergischen Brettspiel übernommen, dessen Spielsteine „Dobbeln“ heißen. Die Brust vom Hahn erscheint fast schwarz, nur zu den Seiten sind einige goldbraune Punkte sichtbar. Das Schmuckgefieder ist hingegen leuchtend goldbraun mit einer schwarzen Spitze zum Ende jeder Feder. Das Flügeldreieck ist bei Hähnen und Hennen goldbraun und wird von glänzenden Binden geziert. Die Hennen erscheinen fast schwarz, aber bei jeder Bewegung zeigen sich doch goldbraune Dobbeln.