Australorp
Zuchtziele der Australorps

Abgesehen der Farbschläge schwarz mit Grünschimmer, weiß und blaugesäumt sollen die Australorps gleich erscheinen und gleiche Eigenschaften aufweisen. Dabei erscheinen die Hähne und Hennen im gleichen Federkleid und unterscheiden sich nur bei den typischen Merkmalen zueinander.

Die meisten Australorps sind schwarz mit Grünschimmer. Dabei soll wirklich das ganze Huhn schwarz sein. Ausnahmen bilden nur der mittelgroße, aufrecht stehende einfache und gleichmäßig vier bis sechsfach gezackte Kamm, die mittelgroßen Kinn- und Ohrlappen sowie das Gesicht. Diese Bereiche sollen kräftig rot sein. Weiterhin sind nur die Fußsohlen weiß. Alles andere vom Huhn, auch der Schnabel, sollen schwarz sein sowie es beim straff anliegendem und dichten Gefieder auf den grünen Käferglanz ankommt. Weiße Schnabelspitzen beim Hahn wären noch kein grober Fehler.

Weiße Australorps

Bei den weißen Australorps wird ein gelber Hauch im Schmuckgefieder toleriert. Die nackten Füße sollen blau sein. Der Schnabel soll ebenfalls bläulich sein, darf aber hellhornfarben wirken. Ansonsten gilt abgesehen vom Kamm, Kehllappen, Ohrlappen und Gesicht weiß als vorausgesetzter Grundton.

Blaugesäumte Australorps

Die blaugesäumten Australorps sollen in einem gleichmäßigem Taubenblau erscheinen. Die Federn haben alle einen schwärzlich blauen Saum aufzuweisen. Hals- und Sattelbehang, der Rücken und die Flügeldecken sind schwarzblau, der Schwanz dunkelblau. Hähne erscheinen etwas dunkler als die Hennen.

Bei den dunklen Farbschlägen können die Jungtiere noch weiße Federn aufweisen, die ab einem gewissen Punkt durch die Mauser jedoch verschwinden.

Körperbau und andere Merkmale

Beim Körperbau wird auf einen breiten, nicht zu langen und fast waagerecht getragenen Rumpf geachtet. Der mittellange Hals wird vom Hahn mit vollem Behang getragen. Der mäßig lange Rücken soll gleichmäßig breit sein und leicht abfallen, um vom Sattel zum Schwanz anzusteigen. Die Flügel sollen gut anliegen und breite Hand- und Armschwingen aufweisen. Der Schwanz vom Hahn ist mittellang und breit. Die gebogenen Deckfedern und Nebensicheln verdecken fast die unteren Steuerfedern. Die Hauptsicheln sind breit und gebogen. Bei der Henne kommen die geraden Steuerfedern zur Geltung, die breit gefächert getragen werden. Damit haben die Hennen einen gerade wirkenden, nach oben gewinkelten Schwanz. Der ebenfalls erst nach oben gewinkelte längere Schwanz der Hähne fällt mit den Deckfedern jedoch wieder ab.

Bei Hahn und Henne soll die breite Brust vorgewölbt sein. Der volle Bauch soll vor allem bei der Henne gut entwickelt sein. Die kräftigen Schenkel sind mäßig lang. Die mittellangen Läufe bleiben Federfrei. Das gesamte Gefieder soll breite Federn aufweisen und fest anliegen. Die Hennen haben  eine ausgeprägtere Hinterpartie als die Hähne.  Die Brust und der Sattel sollen die gleiche breite aufweisen.

Australorps haben einen mittelgroßen Kopf mit kräftigem, kurzem und gebogenem Schnabel. Die Augen sind dunkelbraun, beim weißen Farbschlag rotbraun.

Weiterhin wird auf einen schnellen Wuchs, gute Legeleistung und frühe Reife geachtet. Die Hennen  sollen bereits mit knapp sechs Wochen zu legen beginnen. Das lebhafte und kräftige Zwiehuhn mit mittlerem Gewicht wird weiterhin darauf gezüchtet, dass es mit robustem Wesen auch schwierigem Wetter trotzen kann.

Außerdem wird in der Zucht der Australorps darauf geachtet, dass die Hühner friedlich bleiben und nicht zu einem aggressiven Verhalten neigen. Sie sollen jedoch lebhaft und aktiv sein.