Australorp

Australorp und Zwergaustralorp

IMG_2370

Zwerg-Australorp (Henne)

IMG_2334

Zwerg-Australorp (Hahn)

Herkunft und Rassegeschichte

Die Rasse gehört zu den jüngeren Rassen und wurde in Australien in den 1920er-Jahren aus Orpington und weiteren Rassen gezüchtet. Australorp und Zwergaustralorp sind vergleichsweise häufige und beliebte Rassen, die häufig auf Geflügelschauen zu finden sind.

Farbvarianten und Aussehen

Australorps gibt es in den Farbvarianten schwarz, weiß und blau-gesäumt. Weitläufig bekannt dürften die grün-schwarz schimmernden Vertreter der Art sein.

Die Australorps verfügen über die Kraft der schweren Mastrasse Orpington und sind dennoch vergleichsweise muskulös und stromlinienförmig geschwungen. Ihr Schwanz wird halbhoch getragen und setzt überfließend am Rücken an. Die Hahnenschwänze besitzen ausladende, breite Sichelfedern, die den Rest des Schwanzes ganz überdecken.

Als weiteres Merkmal gelten die grauen, grau-blauen oder schwarzen Ständer mit weißen Sohlen, als Kammform gilt der Einzelkamm als typisch.

Australorps haben eine rote Gesamtgesichtsfarbe und braune bis schwarze Augen.

Eigenschaften

Australorps-Hühner sind eine typische Zwiehuhnrasse: sie legen, sowohl in der Großrasse als auch im verzwergten Typ, gute, viele und vergleichsweise schwere Eier, die Hähne sind aber ebenfalls schnell wachsend, haben gute Mast- und Fleischqualität. Auch legen die Hennen früh, das heißt in der Regel vor dem Ablauf des ersten Lebenshalbjahres.

Australorps sind vergleichsweise friedfertig und dennoch lebhaft, sodass sich auch mehrere Hähne zur Aufzucht in einer kleinen Hahnenherde halten lassen. Die Tiere überfliegen 120 cm hohe Zäune leicht.

Die Hähne der Großrasse wiegen etwa 3,5 Kilo, die Hennen 2,5 Kilo.

Besondere Merkmale

Je nach Land gelten auch europaweit unterschiedliche Zuchtstandards. Abgesehen von einem störungsfreien, das heißt einem gleichmäßigen und ohne andersfarbige Federn gestalteten Gefieder, gilt für Deutschland, dass reinrassige weiße Australorps über blaugraue Läufe verfügen müssen.

Ein Lilastich im Gefieder gilt als Ausschlusskriterium bei der weiteren Zucht, weswegen Tiere mit dieser Besonderheit (und allen anderen positiven Merkmalen der Rasse) oft günstig bei Züchtern zu erstehen sind, um eine kleine, nicht ganz perfekte Hobby-Hühnerhaltung zu beginnen.