Araucana (Araukaner)

Araucana oder Araukaner

Herkunft und Rassegeschichte

Die Araucana sind ursprünglich in Südamerika beheimatet, woher auch ihr Name rührt. Der Stamm der Araucana-Indianer gilt als namengebend und die Rasse als erste gezüchtet habend. Aufgrund des von anderen Rassen abweichenden Äußeren wie der Schwanzlosigkeit gibt es  Theorien, die den Araucana andere Ahnen zuschreiben als das Bankivahuhn. Wissenschaftlich belegt scheint bisher keiner der Ansätze. Insbesondere, da es auch Araucanazüchtungen mit Schwanz gibt und noch keine valide Untersuchung zu der Rasse vorgenommen wurde, liegt der Ursprung der Araucana-Genetik offenbar noch im Dunkeln. Seit Mitte des vorangegangenen Jahrhunderts gewannen die Araucana auch in Europa zunehmend Liebhaber.

IMG_1859

Araucana (Henne), wildfarbig, typisch: der fehlende Schwanz

Farbvarianten und Aussehen

Die Araucana haben eine sehr stark nach oben gerichtete, aufrechte Körperhaltung, was den Einschlag von Kampfhuhnarten erkennen lässt. Statt der Ohrscheiben oder schlichter "Bärte" haben die Araucana mitunter Ohrbüschel oder "Bommel", auf Hautwucherungen aufsitzende Kleinfederbüschel, entwickelt. Sie besitzen einen Erbsenkamm und grüne Ständer. Typisch für die Rasse ist die Schwanzlosigkeit, die auch fehlende Schwanzwirbel und eine fehlende Bürzeldrüse mit einschließt.

In Deutschland sind dreizehn Farbvarianten anerkannt, sie reichen von wildfarbig über weizenfarbig, schwarz und blau mit diversen Zeichnungen und Varietäten.

Eigenschaften

Araucana sind vergleichsweise wetterbeständig und lassen sich innen wie außen halten - wobei freilich jeder Freilauf anderen Haltungsformen vorzuziehen ist. Die Araucana sind robust und unter anderem als "Grünleger" bekannt, da sie grünschalige (bis blauschalige) Eier legen.

Besondere Merkmale

Die komplexe Vererbbarkeit ist ein besonderes Merkmal reinrassigere Araucanas: es ist extrem schwierig, Tiere mit allen idealtypischen Merkmalen zu züchten, weswegen bereits diverse Varianten und Hybridkreuzungen bestehen.